Das Eigene und das Fremde: Transkulturelles Design

Vierte Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte / GfDg am 6. und 7. Mai 2011, Bauhaus-Universität Weimar

Der Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen kann zu einer Verwischung ehemaliger Grenzen führen und mehr noch: Das Fremde kann zum Eigenen und sogar identitätsstiftend für das Bewusstsein einer ganzen Nation werden. Die Tulpe, heute als imagebildendes Symbol der Niederlande bekannt, stammt ursprünglich aus dem Mittleren Orient. Von den Persern übernahmen die Türken die Kultivierung der Tulpe, die dann erst Mitte des 16. Jahrhunderts nach Mittel- und Westeuropa kam, wo Holland zu einem Zentrum der Tulpen-Zucht avancierte. Die Erkenntnis darüber, dass unsere Identität zu einem großen Teil aus fremden Elementen besteht, begreift Wolfgang Welsch als Transkulturalität

Mit dem oszillierenden Austausch zwischen einzelnen Ländern und Nationen werden nicht nur Waren, technisches Wissen oder Konsumgewohnheiten, sondern auch bis dato unbekannte ästhetische Vorstellungen und Ansichten ausgetauscht, die Kultur nachhaltig verändern.

Entsprechend fragt die vierte Jahrestagung der GfDg nach den ästhetischen Auswirkungen von Transkulturalität – nach konkreten Formen des Kulturtransfers im Design. Denn gerade aus der Perspektive des Designs, das auch auf den kreativen Fähigkeiten zur Rezeption, Aneignung und kreativen Übersetzung zwischen unterschiedlichen Kulturen basiert, erscheint es besonders interessant danach zu fragen, wie Fremdes oder zunächst als exotisch anders Erachtetes in das eigene Bewusstsein und gestalterische Arbeiten integriert wird: danach, wie Transkulturalität auf Design wirkt, wie und ob sich Transkulturalität im Gestalteten manifestiert.

Hier finden Sie das Tagungsprogramm und unseren (inzwischen erfolgreich beendeten) Call for Papers sowie die Infos über Unterkunft und Anmeldung.

Sie können das Tagungsprogramm und die Abstracts hier als PDF herunterladen.

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