Netzwerk Literatur: Rezensionen

 Der Schuh im Nationalsozialismus

Der Schuh, der Nationalsozialismus, Pevsner und der britische Geheimdienst

Über den Schuh im Nationalsozialismus wusste man bisher eher wenig. Über den Schuh? Im Nationalsozialismus? Nun gibt es dazu mehr als 800 gedruckte Seiten, dicht und gut geschrieben, mit einer schier unglaublichen Fülle von Informationen, die das Gedächtnis und den Zettelkasten zu sprengen drohen. Der Titel erhält seine Aufmerksamkeit von einer Emphase, die das Kleine mit dem Großen, das Praktische mit der Ideologie, das Alltägliche mit der Katastrophe verbindet.

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Rezension von Siegfried Gronert

Weil Design die Welt verändert. Texte zur Gestaltung - Friedrich von Borries und Jesko Fezer (Hrg.)

Keine Frage, an der HBFK in Hamburg haben eine Reihe renommierter Persönlichkeiten gelehrt: Max Bill (Umweltgestaltung von 1967-74), Peter Raacke (Industriedesign 1968-94), Dieter Rams (Indudstriedesign 1981-97), oder Glen Oliver Löw (Produktentwicklung seit 2000). Hinzu kamen Gäste wie Josef Beuys (Gastprofessor 1974/75), Bazon Brock (Professor von 1965-76) oder Enzo Mari (Ehrenprofessor seit 2000). Sie alle kommen jetzt unter dem Label HBFK in einem Sammelband Weil Design die Welt verändert ...: Texte zur Gestaltung zu Wort.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

Michael Erlhoff, Theorie des Designs

Quasi zum Abschluß seiner Lehrtätigkeit an der Fachhochschule zu Köln im Frühjahr 2013 legt Michael Erlhoff sein Vermächtnis an die Design Community vor.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

Bernhard E. Bürdek "Design auf dem Weg zu einer Disziplin"

Gegen die Beliebigkeit.

Dass Design dabei ist eine eigene Theorie auszubilden, die Design als Disziplin bestimmen und im Kontext anderer Wissenschaften verorten kann, ist schon seit einiger Zeit Thema im designwissenschaftlichen Diskurs. Welche designtheoretischen Methoden und Ziele jedoch konkret ausgebildet wurden und wie der aktuelle status quo definiert werden kann, zeigt die Publikation »Design auf dem Weg zu einer Disziplin« von Bernhard E. Bürdek.

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Rezension von Petra Eisele

Regula Iselin, Außereuropäische Kulturgüter und Designgeschichte

Diese Arbeit wurde 2006 von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich als Disser­tation angenommen. Mit 520 (!) Druckseiten hat sie jetzt der Reimer Verlag veröffentlicht. Das Überraschende gleich vorweg: die bisher gängige Meinung, das Design habe sich aus­gangs des 19. Jahrhunderts in England herausgebildet wird von der Autorin widerlegt. Die eigentlichen Anfänge sind bereits im 18. Jahrhundert zu finden, und zwar unter einem - heute würde man sagen globalisierenden – Blickwinkel.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

Grundlagentexte zu Design und Architektur

Endlich, so möchte man sagen, wieder einmal ein Buch, das es zu lesen wirklich lohnt. Insgesamt vierzig Texte von Praktikern und Theoretikern zum Thema Gestaltung, es war wirklich an der Zeit, solch ein Buch zu veröffentlichen, nach all dem banalen und zeitgeistigen Geschwätz, das heute gedruckt wird und in den Buchhandlungen auf den Verkaufstischen landet, und kaum das Papier Wert ist, auf das es diese gedruckt werden.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

Mateo Kries: Total Design

Der Chefkurator des Vitra Design Museums in Weil am Rhein – Mateo Kries – präsentiert ein neues Buchformat: seine persönliche Lebensgeschichte im Umgang mit Produkten verbindet er mit einer subjektiven Schilderung von Designgeschichte. Beides zusammen mündet in einer vehementen Kritik postmodernen Designs – die er die Inflation von Gestaltung nennt.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

Diseño e Historia: Tiempo, Lugar y Discurso

Designgeschichte ist nun nicht gerade ein Bereich, in dem über vielfältigen publizistischen Ereignissen zu berichten wäre, insbesondere in Deutschland sind solche wahrlich rar. Ganz anders im spanischen Sprachraum. So wurde 2006 in Barcelona die Fundación Historia del Diseño gegründet, die jetzt mit einer ersten Publikation an die Öffentlichkeit tritt.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

The Banham Lectures. Essays on Designing the Future

Am Steuer der Designgeschichte

Der britische Architekturkritiker Peter Reyner Banham (1922-1988) gehörte zu jenen Gelehrten, die keine Mühen scheuen, um sich ihrem Forschungsgegenstand zu nähern, und sei es, dass er dafür im fortgeschrittenenen Alter Autofahren lernte: Anfang der Siebziger drehte er den Dokumentarfilm „Reyner Banham Loves Los Angeles“ für die BBC (1972). Darin stellte er die Nebenschauplätze der urbanen Baugeschichte in den Vordergrund – die Autobahnschleifen, Tankstellen, Schnellimbisse.

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Rezension von Karianne Fogelberg

John A. Walker: Designgeschichte - Perspektiven einer wissenschaftlichen Disziplin

Im Zuge einer sich wissenschaftlich etablierenden Designgeschichte - jenseits der Geschichten um die Designer und deren Produkte, wie sie so gerne in Feuilletons oder Life-Style-Magazinen erzählt werden - soll an eine Publikation erinnert werden, die meines Erachtens in Deutschland viel zu wenig rezipiert wurde. John A. Walker war lange Zeit als Kunstkritiker tätig, lehrte bis zu seiner Emeritierung Ende der 1990er Jahre am Middlesex Polytechnic in London die Fächer Kunst- und Designtheorie sowie Designgeschichte.

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Rezension von Bernhard E. Bürdek

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