100 Jahre Schweizer Design
Eröffnungsausstellung im Museum für Gestaltung – Schaudepot

Über 800 Objekte präsentieren sich Ende September in den drei neuen Ausstellungshallen und erzählen die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts Schweizer Design. Es ist die Er-öffnungsausstellung im Schaudepot des Museum für Gestaltung und gleichzeitig die erste umfassende Schau von Schweizer Designleistungen.

Ausstellung: 27. September bis 8. Februar 2015, Museum für Gestaltung – Schaudepot
Medienkonferenz: Freitag, 26. September 2014, 10 Uhr
Vernissage: Freitag, 26. September 2014, 19 Uhr
Kuratorium: Renate Menzi, Kuratorin Designsammlung Museum für Gestaltung Zürich und
Arthur Rüegg, Architekt ETH BSA SIA, Prof. em. ETH
Szenografie: Silvio Schmed, Architekt BSA

Bis heute gilt Design aus der Schweiz als ehrlich, präzise, unaufgeregt und benutzerfreundlich. Die Eröffnungsausstellung „100 Jahre Schweizer Design“ im Schaudepot des Museum für Ge-staltung bietet erstmals einen umfassenden Überblick über das Designland Schweiz. Mit über 800 Exponaten aus der Designsammlung des Museums – der weltweit grössten Sammlung für Schweizer Design – und spektakulären Leihgaben präsentiert die Schau die relevanten Designob-jekte aus dem Bereich Möbel- und Produktgestaltung. Neben den Originalen eröffnen Skizzen, Prototypen, Modelle und Fotografien neue Perspektiven auf das Designland Schweiz. Sie zeigen aber auch, wo uns überall im Alltag Design begegnet.

Alltägliche Dinge neben bekannten Ikonen
In der Schweiz haben ihn alle schon benutzt, sie haben seinen glatt abgerundeten Balken mühe-los nach unten gekippt, das leise Klicken gespürt, und Licht ins Zimmer gebracht. Wer diesen Kippbalkenschalter in der Firma Feller entworfen hat, weiss man nicht. Ins Rampenlicht der Schweizer Designgeschichte ist er gerückt, als ihn Max Bill im Rahmen der Ausstellung „Die gute Form“ 1949 als Vorbild und „vielleicht endgültige Form eines Lichtschalters“ anpries. Weitere für die hohe gestalterische Qualität in der Schweiz beispielhafte Alltagsprodukte werden von Firmen wie Therma, Embru, Langenthal, Horgen-Glarus, Sigg oder Mammut hergestellt. Über ihren Ge-brauchszusammenhang hinaus haben auch einige Schweizer Entwürfe als weltweit bekannte Ikonen Geltung erlangt, wie etwa der Landi-Stuhl von Hans Coray, das System USM-Haller oder der Eternit-Strandstuhl von Willy Guhl. Die Ausstellung zeigt auch weniger populäre aber für die Schweizer Designgeschichte ebenso relevante Entwürfe wie den Aluminiumstuhl von Alfred Roth oder die Modellreihe Lehrstücke von Trix und Robert Haussmann. Einige detailgetreue Rekon-struktionen und Fotografien vermitteln die damaligen Präsentationsweisen, und Plakate sowie Prospekte zeugen von der visuellen Kommunikation über die Produkte.


Museum für Gestaltung – Schaudepot —
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96,
CH-8005 Zürich
Telefon +41 (0)43 446 67 67
www.museum-gestaltung.ch
welcome@museum-gestaltung.ch

Zürcher Hochschule der Künste
Zürcher Fachhochschule

10. September 2014