Ausstellung: SYSTEM DESIGN.
Über 100 Jahre Chaos im Alltag

Museum für Angewandte Kunst Köln
20. Januar bis 7. Juni 2015

Die Ausstellung SYSTEM DESIGN versammelt mehr als 150 Exponate von mehr als 80 internationalen Gestalterinnen und Gestaltern.

SYSTEM DESIGN. Über 100 Jahre Chaos im Alltag

Systeme prägen den Alltag. Meist bemerkt man sie nicht: Vom metrischen System und den DIN-Normen über das Betriebssystem eines Smartphones bis zu Systemgastronomie und Car-Sharing-Systemen. Der Systemgedanke beruht auf dem Wunsch, das Chaos dadurch zu bewältigen, eine überschaubare Anzahl von einzelnen Elementen zu verbinden und dadurch einen Zusammenhang herzustellen.

Die Ausstellung SYSTEM DESIGN versammelt über 150 Entwürfe von mehr als 80 namhaften internationalen Gestaltern wie Otl Aicher, Werner Aisslinger, Peter Behrens, Mario Bellini, Marcel Breuer, Wim Crouwel, Ray + Charles Eames, Egon Eiermann, Willy Fleckhaus, Richard Buckminster Fuller, Konstantin Grcic, Hans Gugelot, Fritz Haller, Josef Hoffmann, Jonathan Ive, Ferdinand Kramer, Le Corbusier, Enzo Mari, Ingo Maurer, Josef Müller-Brockmann, Bruno Munari, George Nelson, Otto Neurath, Frei Otto, Verner Panton, Joseph Paxton, Dieter Rams, Richard Sapper, Mart Stam, Oswald Mathias Ungers, Massimo Vignelli, Wilhelm Wagenfeld und Marco Zanuso.

Die Inszenierung der Exponate in Verbindung mit Visual Storytelling-Elementen macht die Genese des Systemgedankens im Design – vom Einzelobjekt zu Gesamtlösungen – spielerisch erfahrbar. Präsentiert werden autonome Objekte, wie z.B. die Coca-Cola-Flasche, neben Möbelprogrammen, wie die Thonet-Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer, über Systemmöbel, wie unter anderem das Möbelbausystem USM-Haller, bis hin zu digitalen Systemen. Die Digitalisierung des Lebens lässt Systeme immer mehr zu festen Bestandteilen des Alltags werden. Heute sind Systeme selbstverständlicher denn je, sie sind allgegenwärtig wie Smartphones oder W-LAN in der Systemgastronomie.

Mit „SYSTEM DESIGN. Über 100 Jahre Chaos im Alltag“ spürt das MAKK diesem Phänomen nach und stellt gleichzeitig Fragen nach dem Verhältnis von Chaos und Ordnung. Wo sind Systeme notwendig, um Ordnung zu erzeugen, und wo entsteht gerade durch Systeme wieder neues Chaos? Diesen und anderen Aspekte des Systemgedankens wird am 15. Mai in einem Symposium im Rahmen der Ausstellung nachgegangen. Zum Thema „System: Design zwischen Chaos und Alltag“ diskutieren Prof. Dr. Dirk Baeker, ZU Zeppelin Universität Konstanz, Prof. Dr. Wolfgang Jonas, HBK Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Prof. Peter F. Stephan, KHM Kunsthochschule für Medien Köln, Dr. René Spitz, RFH Rheinische Fachhochschule Köln und Kurator der Ausstellung im MAKK, und Jens Standke, Medienkünstler Köln.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (deutsch/englisch) mit Beiträgen zu unterschiedlichen Aspekten des Themas (240 Seiten mit 180 größtenteils farbigen Abbildungen, für 24,90 Euro im Museum erhältlich.

7. Januar 2015