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	<title>Redaktion &#8211; GfDg</title>
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	<description>Gesellschaft für Designgeschichte e.V.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 25 Jul 2026 07:30:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Call for Papers zur Jahrestagung 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 09:42:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
Welche Welt woll(t)en wir? Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren



<p class="wp-block-paragraph">Gestaltung prägt unseren Alltag. Sie beeinflusst, wie wir Dinge wahrnehmen, wie wir miteinander umgehen und wie sich unsere Kultur entwickelt. Der ...]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Welt woll(t)en wir? Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gestaltung prägt unseren Alltag. Sie beeinflusst, wie wir Dinge wahrnehmen, wie wir miteinander umgehen und wie sich unsere Kultur entwickelt. Der Weg bei der Entstehung eines analogen oder digitalen Produkts ist dabei ebenso wichtig wie das Ergebnis selbst, denn im Prozess zeigt sich, welche Werte, Ziele und Entscheidungen hinter einem Entwurf stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem gibt es kaum gemeinsame Standards, um Entstehungsprozesse zu dokumentieren und zu bewahren. Während Archive in anderen Bereichen klare Richtlinien haben, fehlt eine einheitliche Sammlungspraxis für Unterlagen und Modelle aus dem Designprozess.<sup data-fn="0ea467ca-7f7a-406a-84c0-0b71bb5b7147" class="fn"><a href="#0ea467ca-7f7a-406a-84c0-0b71bb5b7147" id="0ea467ca-7f7a-406a-84c0-0b71bb5b7147-link">1</a></sup>&nbsp;Gleichzeitig ist vielen Designer/innen die Archivwürdigkeit ihrer Arbeit nicht bewusst<sup data-fn="7e092101-b474-4f5a-81ec-92cb92e64fd4" class="fn"><a href="#7e092101-b474-4f5a-81ec-92cb92e64fd4" id="7e092101-b474-4f5a-81ec-92cb92e64fd4-link">2</a></sup>&nbsp;oder sie wissen nicht, welche Materialien aus ihrem Arbeitsprozess für spätere Forschungen wie und wo archiviert werden sollten. Gerade bei digitalen Entwurfsprozessen wird die Bestandserhaltung durch sich verändernde Dateiformate oder veraltete Software bzw. Betriebssysteme schwierig. Da Design nicht nur bei Herstellern entsteht, sondern häufig als Dienstleistung von externen Studios oder Freischaffenden erbracht wird, treten zusätzlich Brüche auf, wenn beispielsweise Vormodelle bei Designer/innen im Prozess entstanden sind, Prototypen hingegen bei den Herstellern gebaut wurden. Um kleinen Büros eine erste Hilfestellung zu geben, wurden in den Niederlanden zehn Tipps formuliert, um „Archivierungskatastrophen“ zu vermeiden.<sup data-fn="7458c3bd-88a7-402a-b7b3-f833de5f0223" class="fn"><a href="#7458c3bd-88a7-402a-b7b3-f833de5f0223" id="7458c3bd-88a7-402a-b7b3-f833de5f0223-link">3</a></sup> Leider werden solche Initiativen noch nicht von der Mehrheit wahrgenommen oder gar umgesetzt. Deswegen ist ein breiter, kontinuierlicher Diskurs wichtig, um das Thema zu verankern und wissenschaftlich weiterzuentwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterlagen aus Wirtschafts-, Kultur- und Technikarchiven können neben Modellen und Dokumenten aus den Designarchiven helfen, den Entstehungskontext von Produkten und Dienstleistungen rückblickend besser zu verstehen. Doch fehlt außerhalb der Disziplin Design vielfach das Wissen über die Besonderheiten des Designprozesses oder über entwurfsbestimmende Faktoren wie Marken- bzw. Sortimentsstrategien, Kosten, Material, Fertigungstechnik oder Konstruktion. Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass es in den thematisch benachbarten Archiven, die meist die Perspektive der Auftraggebenden überliefern, ebenfalls an einheitlichen Regeln für das Sammeln, Archivieren und Verzeichnen von Artefakten und Dokumenten aus dem Entwurfsprozess mangelt. Die Folge: Wichtige Quellen bleiben ungenutzt und relevante Verbindungen werden nicht hergestellt. Erst wenn Materialien systematisch erfasst und durch Metadaten recherchierbar sind, lässt sich nachvollziehen, welche Werte, Vorstellungen und Ziele die Gestaltung der Dinge und damit die Gesellschaft mitgeprägt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bestände in Design- und anderen Archiven bilden die grundlegende Voraussetzung für designhistorische Forschungen und Erkenntnisgewinn im Hinblick auf unsere Dingkultur. Angesichts digitaler Entwurfsprozesse und des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI), ob beim Gestalten selbst oder dem Auswerten von Archivalien, wird die Bedeutung der zu bewahrenden Informationen offensichtlich. Vor dem Hintergrund dieser zentralen Rolle der Archivierungspraxis und der Institutionen, die Archive verwalten, widmet sich die Gesellschaft für Designgeschichte e.V. gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen umfassend diesem Themenkomplex und lädt Archivar/innen, Sammler/innen, Wissenschaftler/innen, Designer/innen, Kurator/innen und Vertreter/innen der Institutionen auf, Beitragsvorschläge einzureichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Tagung sollen folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Dokumente und Artefakte aus den Gestaltungsprozessen sollten archiviert werden?</li>



<li>Wie und wo können diese Archivalien gesammelt und aufbewahrt werden?</li>



<li>Wie müssen sie aufbereitet werden, um sie auffinden oder mit anderen Dokumenten verknüpfen zu können (Stichwort: Taxonomie)?</li>



<li>Vor welchen Herausforderungen stehen dabei Archive (z.&nbsp;B. Lagerung, Digitalisierung, Handlungsdruck bei Insolvenzen, Fusionen)?</li>



<li>Welche theoretischen Konzepte beleuchten das Sammeln, Archivieren oder die Provenienz von Dokumenten und Artefakten aus den Gestaltungsprozessen?</li>



<li>Wie können designhistorische Archivmaterialien zugänglich gemacht werden (über Findbücher/Archivsprechstunden etc.)?</li>



<li>Welche Techniken und Erkenntnisse gibt es im Forschungskontext der Designarchive?</li>



<li>Welche Tipps und Handreichungen können Designstudios und Freelancer/innen beim Archivieren ihrer Entwurfsprozesse unterstützen? </li>



<li>Welche Hilfestellungen gibt es?</li>



<li>Wie können Archivmaterialien aus dem Gestaltungsprozess ausgestellt werden, um Prozesswissen zu vermitteln?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Gewünscht sind Beiträge aus Wissenschaft, Praxis und Institutionen, insbesondere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Abstracts mit max. 3.500 Zeichen zu den oben genannten Themen und eine Kurzbiografie von maximal 800 Zeichen inkl. Kontaktdaten (samt Telefonnummer) bitte bis zum 10.05.2026 einreichen via: <a href="mailto:cfp@gfdg.org">cfp@gfdg.org</a>. Eine Beteiligung als Referent/in umfasst einen maximal 20-minütigen Vortrag am 16. bzw. 17. Oktober 2026 in der BraunSammlung in Kronberg im Taunus sowie die Publikation des Beitrags in den „GfDg Schriften 10“. Mit der Konferenz und der geplanten Publikation möchten die Gesellschaft für Designgeschichte e.V. und ihre Partnerorganisationen nicht nur eine theoretische Forschungslücke schließen, sondern vor allem einen praktischen Beitrag zur dringend notwendigen Entwicklung von Standards in Designarchiven leisten. Auf diese Weise wird Forschung für künftige Generationen ermöglicht und zugleich ein gesellschaftlicher Dienst erbracht. Denn wenn wir vergangene Entstehungsprozesse zu hinterfragen vermögen, diskutieren wir zugleich, wie wir in unserer und für unsere Zukunft gestalten. Die zentrale Frage dieser Konferenz ist daher in mehrfacher zeitlicher Perspektive zu denken: Welche Welt woll(t)en wir?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung ist ein Projekt im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.<br><br>Design Visual: Luca Marie Schönfeld<br>Abbildung: ©Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, Fotografie: Hubert P. Klotzeck</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><img decoding="async" width="850" height="111" class="wp-image-2987" style="width: 850px;" src="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz.png" alt="Logos der Projektförderer: WDC 2026, das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain." srcset="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz.png 2057w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-300x39.png 300w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-1024x134.png 1024w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-768x100.png 768w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-1536x201.png 1536w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-2048x268.png 2048w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8212;&#8211;<br>Quellen:</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="0ea467ca-7f7a-406a-84c0-0b71bb5b7147">Für einen ersten Überblick vgl. Steiner, Kilian; Then, Stefanie: Designarchive im deutschsprachigen Raum. In: Meyer, Kathrin; Rothenberger, Manfred; Thurmann-Jajes, Anne (Hg.): Wissensspeicher der Kultur. Geschichte, Funktion und Auftrag der Kulturarchive im deutschsprachigen Raum. Fürth 2024, S. 124–137. <a href="#0ea467ca-7f7a-406a-84c0-0b71bb5b7147-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="7e092101-b474-4f5a-81ec-92cb92e64fd4">Tollenaar, Anja; Meihuizen, Job: No Future Without a Past. The Dutch National Design Archive (NDA). In: Journal of Design History 29 (2016), S. 287–295, hier S. 295. <a href="#7e092101-b474-4f5a-81ec-92cb92e64fd4-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="7458c3bd-88a7-402a-b7b3-f833de5f0223">van der Heiden, Karin: A Concise Guide to Archiving for Designers, Utrecht: Nederlands Archief Grafisch Ontwerpers 2008, Updated December 2010. In: form – Zeitschrift für Gestaltung, Heft 281 (2019), S. 45. <a href="#7458c3bd-88a7-402a-b7b3-f833de5f0223-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Welche Welt woll(t)en wir? Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren. </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 18:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Termin: Freitag, 16.10.2026 – Samstag, 17.10.2026Tagungsort: Förderkreis BraunSammlung e.V., WesterbachCenter in Kronberg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestaltung prägt unseren Alltag umfassend. Sie beeinflusst, wie wir Dinge wahrnehmen, wie wir miteinander umgehen und wie ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Termin: Freitag, 16.10.2026 – Samstag, 17.10.2026<br>Tagungsort: Förderkreis BraunSammlung e.V., WesterbachCenter in Kronberg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestaltung prägt unseren Alltag umfassend. Sie beeinflusst, wie wir Dinge wahrnehmen, wie wir miteinander umgehen und wie sich unsere Kultur entwickelt. Der Weg zu einem analogen oder digitalen Produkt ist dabei ebenso wichtig, wie das Ergebnis selbst. Denn im Prozess zeigt sich, welche Werte, Ziele und Entscheidungen hinter einem Entwurf stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem gibt es kaum gemeinsame Standards, um solche Prozesse zu dokumentieren und zu bewahren. Während Archive in anderen Bereichen klare Richtlinien haben, fehlt in der DACH-Region eine einheitliche Sammlungspraxis für Unterlagen und Modelle aus dem Designprozess. Gleichzeitig wissen viele Designerinnen und Designer oft nicht, welche Materialien aus ihrem Arbeitsprozess für spätere Forschungen wie und wo archiviert werden sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzende Unterlagen aus Wirtschafts-, Kultur- und Technikarchiven können neben Modellen und Dokumenten aus den Designarchiven helfen, den Entstehungskontext von Produkten und Dienstleistungen rückblickend besser zu verstehen. Gleichzeitig fehlt außerhalb der Disziplin Design häufig das Wissen über die Besonderheiten des Designprozesses oder entwurfsbestimmende Faktoren wie Kosten, Material, Fertigungstechnik oder Konstruktion. Vielleicht ist dies der Grund, dass es bislang auch in diesen thematisch benachbarten Archiven, die häufig die Perspektive der Auftraggebenden überliefern, keine einheitlichen Regeln für das Sammeln, Archivieren und Verzeichnen von Artefakten und Dokumenten aus dem Entwurfsprozess gibt. Dadurch bleiben häufig wichtige Quellen ungenutzt. Erst wenn solche Materialien systematisch erfasst und durch Metadaten recherchierbar werden, lässt sich nachvollziehen, welche Werte, Vorstellungen und Ziele die Gestaltung der Dinge und damit die Gesellschaft mit geprägt haben. Ebenso sind Sammlungen und Archive wichtig, um Designprozesse in Ausstellungen oder anderen Formaten vermitteln zu können und ein Verständnis für das Potenzial der Disziplin in der Gesellschaft anzuregen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die vergangenen Entstehungsprozesse befragen, um zu diskutieren, in welcher Welt wir zukünftig leben wollen, ist diese historische Perspektive zentral. Die Gesellschaft für Designgeschichte e.V. und ihre Partnerorganisationen greifen darum das Thema des Bewahrens von Fachwissen in einer interdisziplinären öffentlichen Fachtagung auf. Im Mittelpunkt stehen Designbestände im Archiv, die archivalische Praxis, Erinnerungskultur und Designkritik – und deren Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung findet im Rahmen von World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 in der Braun Sammlung in Kronberg statt; eine Führung durch Ausstellung und Sammlung gehört zum Programm. Die Tagung ist ein Projekt im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen:<br>World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026:&nbsp;<a href="http://wdc2026.org/">wdc2026.org</a><br>Gesellschaft für Designgeschichte e.V.:&nbsp;<a href="http://gfdg.org/">gfdg.org</a><br>Dieter und Ingeborg Rams Stiftung:&nbsp;<a href="http://rams-foundation.org/">rams-foundation.org</a><br>Rat für Formgebung / Stiftung Deutsches Designmuseum:&nbsp;<a href="http://german-design-council.de/">german-design-council.de</a>&nbsp;/&nbsp;<a href="http://deutschesdesignmuseum.de/">deutschesdesignmuseum.de</a><br>Verband Deutscher Industriedesigner (VDID):&nbsp;<a href="http://vdid.de/">vdid.de</a><br>Förderkreis BraunSammlung e.V.:&nbsp;<a href="http://foerderkreis-braunsammlung.de/">foerderkreis-braunsammlung.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="111" class="wp-image-2987" style="width: 850px;" src="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz.png" alt="Logos der Projektförderer: WDC 2026, das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain." srcset="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz.png 2057w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-300x39.png 300w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-1024x134.png 1024w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-768x100.png 768w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-1536x201.png 1536w, https://gfdg.org/wp-content/uploads/2026/07/WDC2026_Foerderer_Projekte_Digital_InstagramDE-EN_Schwarz-2048x268.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">#wdc2026, #designfordemocracy</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abbildung: ©&#xfe0f; MKK Ingolstadt, Fotografie: Hubert P. Klotzeck</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
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		<title>Forschungsprojekt in Kooperation</title>
		<link>https://gfdg.org/ausschreibung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 07:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Um die Erschließung und Erforschung des Privatnachlasses von Florian Hufnagl (1948-2019) zu beschleunigen, haben sich die GfDg, das DKA und das Institut für moderne Kunst zusammengeschlossen und ein Projekt ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Um die Erschließung und Erforschung des Privatnachlasses von Florian Hufnagl (1948-2019) zu beschleunigen, haben sich die GfDg, das DKA und das Institut für moderne Kunst zusammengeschlossen und ein Projekt initiiert. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, zeitnah den Nachlass Hufnagl für die Forschung bereit zu stellen. Der Nachlass hat große Bedeutung für die Designforschung und die bayerische Museumslandschaft. Im ersten Schritt erfolgen die Erschließung und Verzeichnung des Nachlasses durch das DKA sowie die Katalogisierung und Erschließung von rund 150 Pressespiegel durch das Institut für moderne Kunst. Darauf setzt ab Herbst 2026 die wissenschaftliche Bearbeitung der Materialien und die designhistorische Einordnung des Wirkens von Florian Hufnagl für das Kunstgewerbe und Design in Bayern ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsprojekt wird durch die Benno und Therese Danner&#8217;sche Kunstgewerbestiftung gefördert. Seitens der GfDg wird das Projekt von Karianne Fogelberg bearbeitet.</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2025/08/Erschliessung_Nachlass_Hufnagl_GfDg_Expose_Ausschreibung.pdf" title="Download Exposé" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
    Download Exposé    
</div></a>


<p class="wp-block-paragraph"><p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></p>



<p class="wp-block-paragraph">Abbildung (c) Hannes Magerstädt</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Jetzt anmelden: GfDg-Jahrestagung 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 11:37:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft für Designgeschichte widmet sich in diesem Jahr den vielfältigen Funktionen der Bekleidung. Ausgehend von erhaltenen Kleidungsstücken der Gletschermumie aus den Südtiroler Alpen entfaltet sich eine inhaltliche Bandbreite ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft für Designgeschichte widmet sich in diesem Jahr den vielfältigen Funktionen der Bekleidung. Ausgehend von erhaltenen Kleidungsstücken der Gletschermumie aus den Südtiroler Alpen entfaltet sich eine inhaltliche Bandbreite vom Eishockey-Trikot bis zur Innovationsgeschichte der Marke Gore, vom russischen Weltraumanzug bis zur Geschichte der Uniformen der Deutschen Bahn, vom 3D-Strick über den Klepper-Mantel bis zur smarten Bekleidung. Zusätzlich ist am Freitagabend zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine Vortragsrunde mit vier Promovierenden im Rahmen des Doktorandenkolloquiums eingeplant. Als Rahmenprogramm wird am Freitagvormittag vor Tagungsbeginn eine Depotführung mit Fokus auf historischen Musterbüchern angeboten, am Samstagmorgen eine Führung durch die Dauerausstellung des Textilmuseums. Zum Abschluss des ersten Tages bietet ein gemeinsames Abendessen die Möglichkeit zum informellen Austausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagungsgebühren sind wie folgt gestaffelt:<br>Mitglieder: 80 Euro<br>Studierende/Promovierende: 30 Euro<br>Nicht-Mitglieder: 120 Euro</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die inspirierenden Vorträge und bereichernden Gespäche in Augsburg freuen wir uns.</p>



<p class="has-white-color has-text-color wp-block-paragraph">.<br>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tagungsprogramm:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freitag, 14.06. Anreise</strong><br>10:00 – 11:30 Uhr Optional: Depotführung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim)<br>–<br>11:30 – 12:00 Uhr Registrierung<br>–<br>12:00 – 12:10 Uhr Begrüßung<br>12:10 – 12:30 Uhr Thilo Schwer // <em>Hautnah Leistung tragen: Das Oszillieren von Funktionskleidung zwischen Zeichen und Zweck</em><br>12:30 – 13:00 Uhr Karl Borromäus Murr // <em>High-Tech-Performance: Die Werbesprache der Produktlinie „Ergonomic Sport System“ von Falke</em><br>13:00 – 13:30 Uhr Franz Dietrich // <em>Stricken: Ein lebendiges Verfahren mit langer Historie<br></em>13:30 – 14:00 Uhr Diskussion im Plenum<br>–<br>14:00 – 14:45 Uhr Pause<br>–<br>14:45 – 15:15 Uhr Theres Rohde // <em>Ein Shirt mit erstaunlichem Maße:<br>Von den Funktionsbegriffen des Eishockeytrikots</em><br>15:15 – 15:45 Uhr Stefanie Then // <em>Gore Wear. Designgeschichte einer innovationsgetriebenen Sportswear Brand</em><br>15:45 – 16:15 Uhr Diskussion im Plenum</p>



<p class="wp-block-paragraph">16:15 – 16:45 Uhr Wolfgang Schepers // <em>Smarte Textilien, smarte Kleidung</em><br>16:45 – 17:15 Uhr Katharina Bredies // <em>Empfindliche Grenzobjekte: Elektronische Funktionskleidung als produktive Hybride</em><br>17:15 – 17:45 Uhr Diskussion im Plenum<br>–<br>17:45 – 18:15 Uhr Pause<br>–<br>18:15 – 19:30 Uhr&nbsp;Kolloquium Designgeschichte (Teilnahme via Zoom möglich &gt; <a href="mailto: kaja.ninnis@posteo.de">Anmeldung</a>)<br>Frederik Kampe // <em>Der Filter der Farbe Pink: Die Verortung von Barbie in der Popkultur</em><br>Henriette Marsden // <em>Affection as Social Practice in Victorian Recreational Crafting</em><br>Anton Rahlwes // <em>Die Ästhetik des Hemds: Queere Männlichkeiten als Modus der Dekonstruktion dinglicher Normierungsprozesse</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>–<br>20:00 Uhr Abendessen im Restaurant im Textilmuseum<br><br><strong>Samstag, 15.06.</strong><br>9:30 – 10:30 Uhr Führung durch die Dauerausstellung <em>„Mensch Maschine Muster Mode“</em> im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim)<br>–<br>10:30 – 11:00 Uhr Karin Thönnissen // <em>„Soll kein Regen Dich durchnässen, Kleppermantel-Mantel nicht vergessen.“</em><br>11:00 – 11:30 Uhr Georg Stegschuster // <em>Neues Garn aus alten Kleidern mit dem Recycling Atelier Augsburg: Ein holistischer Ansatz für das mechanische Textilrecycling</em><br>11:30 – 12:00 Uhr Diskussion im Plenum<br>–<br>12:00 – 12:45 Uhr Pause<br>–<br>12:45 – 13:15 Uhr Janina Baur // <em>Der Bahnsteig ist kein Laufsteg: Die Unternehmensbekleidung von Deutscher Bundesbahn und DB AG</em><br>13:15 – 13:45 Uhr Charlotte Holzer // <em>Raumanzüge und Arbeitskleidung für den Weltall-Tag: Das Vermächtnis der Kosmonauten im Museum</em><br>13:45 – 14:15 Uhr Diskussion im Plenum<br>–<br>14:15 – 15:00 Uhr Pause<br>–<br>15:00 – 16:00 Uhr Mitgliederversammlung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Design Visual: Luca Marie Schönfeld<br>Abbildung mit freundlicher Genehmigung der W. L. Gore &amp; Associates GmbH<br>Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim): <a href="https://www.timbayern.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.timbayern.de/</a></p>
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		<title>Kolloquium Designgeschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 May 2024 11:37:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Kolloquium Designgeschichte ist eine Plattform für Personen, die auf dem Gebiet Designgeschichte promovieren oder promovieren möchten und wird von Viktoria Lea Heinrich und Kaja Ninnis organisiert. Diese Ausgabe ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Kolloquium Designgeschichte ist eine Plattform für Personen, die auf dem Gebiet Designgeschichte promovieren oder promovieren möchten und wird von Viktoria Lea Heinrich und Kaja Ninnis organisiert. Diese Ausgabe des Kolloquiums ist eine Kooperation mit der Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg). Die Veranstaltung ist Teil des Programms der Jahrestagung der GfDg zum Thema <em>Textilien des Erfolgs: das Design leistungssteigernder Bekleidung in Sport, Beruf und Freizeit </em>und findet am 14. Juni 2024 im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) in Augsburg<strong> </strong>statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kolloquium bietet Raum für Austausch, Vernetzung und die gegenseitige Unterstützung junger Forscher:innen auf dem Gebiet Designgeschichte. Ebenso freuen wir uns auf Gespräche mit den Verbandsmitgliedern der GfDg und den Tagungsbesucher*innen. Wir laden Promovierende und promotionsinteressierte Personen dazu ein, ihre Themen, Fragen und Works-in-Progress im Rahmen des Kolloquiums in einem 15-minütigen Impuls mit anschließender Diskussion vorzustellen. Die Inhalte der Beiträge sind vom Tagungsthema unabhängig. Der niederschwellige Austausch unter Personen mit ähnlichen Forschungsschwerpunkten steht im Vordergrund, weshalb die Plattform für Einreichungen aus allen Stadien des Promovierens offen ist – ob Themen- oder Verlagssuche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schickt uns bitte bis Freitag, den <strong>17. Mai 2024 </strong>ein Abstract (max. 100 Wörter + Titel) und eine kurze Bio an: <a href="mailto:viktoria.lea@posteo.de">viktoria.lea@posteo.de</a> und <a href="mailto:kaja.ninnis@posteo.de">kaja.ninnis@posteo.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fahrt- und Übernachtungskosten können leider nicht erstattet werden. Die Teilnahme an der Jahrestagung der GfDg ist für Vortragende kostenfrei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Organisation: Viktoria Lea Heinrich, Kaja Ninnis</p>
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		<title>Call for Papers 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 18:32:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Textilien des Erfolgs: das Design leistungssteigernder Bekleidung in Sport, Beruf und Freizeit</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Gestaltung von Bekleidung für den (Spitzen-)Sport, für extreme Witterungsverhältnisse oder für spezifische Anforderungen der Arbeitswelt ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Textilien des Erfolgs: das Design leistungssteigernder Bekleidung in Sport, Beruf und Freizeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Gestaltung von Bekleidung für den (Spitzen-)Sport, für extreme Witterungsverhältnisse oder für spezifische Anforderungen der Arbeitswelt sind Materialeigenschaften, Verarbeitungsform, Produktionsweisen und eingesetzte Gestaltungsmittel strukturell miteinander verwoben. All dies wird unter dem Begriff „Funktionsbekleidung“ subsumiert – eine Bezeichnung, welche die allgemeine „Anziehsache“ durch die besondere Qualität einer Funktion spezifiziert. Zwar ist das Tragen von Kleidung niemals Selbstzweck, sondern immer mit Aufgaben verbunden, z. B. den Menschen zu verhüllen, zu wärmen, vor Blicken und äußeren Einflüssen zu schützen. Bei Funktionskleidung kommt aber zu dieser grundsätzlichen Aufgabe der Gedanke einer Leistungssteigerung hinzu. Weite Teile des gesellschaftlichen Lebens und gerade der Sport stehen heute, so scheint es, unter dem Imperativ der „Performance“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Funktionsbekleidung hat sich längst aus der Nische des Spitzensports heraus zum Massenmarkt hin entwickelt. Zudem blickt das Design optimierender Kleidungsstücke ungeachtet der Aktualität auf eine umfassende Historie zurück. Man denke an die ersten Sportschuhe mit Leinenschaft und Gummisohle aus den 1860er-Jahren, den Bekleidungsmix der norwegischen Polarexpeditionen um 1900, den Overall für die Wartung von Dampflokomotiven oder an die Brandschutzkleidung der Feuerwehr. Alleine diese Beispiele zeigen, dass sich seit Beginn der Moderne ein weiter Bogen spannen lässt zwischen Funktion und Aussehen, technischer Entwicklung sowie dem Diffundieren in andere Bereiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sport sind Symbolkraft und identitätsstiftende Eigenschaften der Wettkampfausstattung bei internationalen Wettkämpfen wichtig, um Werte, Haltungen und ein nationales Selbstverständnis visuell zu vermitteln. Dies hat zur Folge, dass Sportbekleidung nicht nur von Athlet/innen getragen wird, sondern auch in Bereichen vom Hobbysport bis zur Fankultur zu einem zentralen Symbol geworden ist. Für die Anhänger/innen von Sportstars und Vereinen treten die leistungssteigernden Eigenschaften der Kleidungsstücke häufig in den Hintergrund – wichtig ist vielmehr die gemeinschaftsbildende und identitätsstiftende Funktion, die das Segment für die Hersteller zu einem Milliardengeschäft gemacht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches gilt für die Gestaltung von Uniformen oder Berufsbekleidung. Sie dienen nicht nur dem Schutz oder sind im Bereich der Tarnung auf das Verwischen der Konturen der Träger/innen hin angelegt. Sie markieren häufig ebenso Zugehörigkeit und Status, sorgen hier also für Sichtbarkeit und Wiedererkennbarkeit, markieren das Selbstverständnis der jeweiligen Organisation und sollen nicht zuletzt beim Gegenüber eine Wirkung erzeugen, die von Respekt bis hin zur Einschüchterung reichen kann. Auch diese funktionsbezogene Bekleidungsform findet sich abseits der ursprünglichen Einsatzbereiche im Alltag und wird unter modischen Aspekten rezipiert und gestaltet – Jeans und Militär-Look illustrieren das beispielhaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft für Designgeschichte widmet ihre kommende Jahrestagung dem Feld der Funktionsbekleidung. Von designhistorischem Interesse sind Entwicklungen in der Stoffproduktion von der Webtechnik über Kettengewirke und Formstrick bis hin zu Oberflächenveredelungen und Beschichtungen, wenn diese neue Eigenschaften und Gestaltungsmöglichkeiten hervorbrachten. Gleiches gilt für Innovationen, die durch Schnittmuster, Fügetechniken sowie die Kombination verschiedener Materialien und Charakteristika entstanden sind oder durch das Erkennen neuartiger Bedürfnisse und Trageformen zum Erfolg geführt haben. So wurde im Schwimmen und Skispringen die Forderung der Funktionalität derart „übererfüllt“, dass Spitzensportler/innen aufgrund ihrer Bekleidung von Wettbewerben ausgeschlossen und einschränkende Reglements nötig wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir interessieren uns also weniger für die Verbindlichkeit des Vorübergehenden (Esposito), den performativen Charakter des Modehandelns oder Aspekte des Modekörpers (Lehnert). Vielmehr geht es darum, Aufgabenstellungen, funktionsbezogene sowie technische Parameter, deren Übersetzung in einen seriellen Herstellungsprozess, eine neuartige Konfiguration oder Zeichenhaftigkeit zu untersuchen, chronologisch darzustellen und in historische Kontexte und Bedeutungen einzuordnen. Branchen, Unternehmen, Gestaltungspersönlichkeiten und Designentscheidungen stehen dabei ebenso im Fokus wie technische, gesellschaftliche oder ökonomische Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf konkrete Problemlösungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jahrestagung findet am 14. und 15. Juni im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) in Augsburg statt. Das 2010 eröffnete Haus erschließt unter dem Motto „Mensch – Maschine – Mode“ die reichhaltige Kulturgeschichte der bayerischen Textilindustrie, in der auch Designgeschichte eine wesentliche Rolle spielt. Mit Themen wie textile Nachhaltigkeit oder High-Tech-Textilien richtet das tim auch den Blick in die Welt von morgen. Zudem hat sich das Haus als prominenter Ausstellungsort für Textilkunst etabliert. Fashionshows und Konzerte runden das Profil des vitalen Kulturorts ab. Das tim wurde bereits mehrfach mit internationalen Museums- und Designpreisen ausgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben Sie eine Idee zu einem Beitrag für die Tagung? Dann freuen wir uns auf Ihren Abstract mit bis zu 3.500 Zeichen, eine Kurzbiografie von maximal 800 Zeichen und Ihre Kontaktdaten (samt Telefonnummer) bis zum 29.02.2024 an: cfp@gfdg.org. Eine Beteiligung als Referent/in umfasst einen Vortrag mit maximal 20 Minuten Länge sowie die Publikation des Beitrags im Sammelband „GfDg Schriften 8“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Visual:<br>Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Firma Schöffel<br>Design Luca Marie Schönfeld</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.timbayern.de/" data-type="link" data-id="https://www.timbayern.de/">&gt;&gt; zur Website Staatliches Textil- und Industriemuseum (tim</a><a href="https://www.timbayern.de/" data-type="link" data-id="https://www.timbayern.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">)</a><a href="https://www.timbayern.de/" data-type="link" data-id="https://www.timbayern.de/"> Augsburg</a></p>
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		<title>Talking Bodies. Bild Macht Wirkung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2024 11:35:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">In der Rubrik &#8222;Literaur&#8220; wurde eine Rezension von Gerda Breuer zum Ausstellungskatalog Talking Bodies. Bild Macht Wirkung, herausgegeben von Bettina Richter, Museum für Gestaltung Zürich (Hg) erschienen im Verlag ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der Rubrik &#8222;Literaur&#8220; wurde eine Rezension von Gerda Breuer zum Ausstellungskatalog Talking Bodies. Bild Macht Wirkung, herausgegeben von Bettina Richter, Museum für Gestaltung Zürich (Hg) erschienen im Verlag Lars Müller Publishers 2023, veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">>> <a href="https://gfdg.org/literatur/talking-bodies-bild-macht-wirkung/">zur Rezension</a></p>
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		<title>Die Wiederentdeckung des französischen Industriedesigners Louis L. Lepoix (1918-1998)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 21:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Tagungsprogramm steht – weitere Informationen: https://www.lepoix.info/tagung</p>



<p class="wp-block-paragraph">10:00 Uhr Begrüßung10:15 Kilian Steiner, DE / Gesellschaft für Design-Geschichte: Intro10:30 Hans Keckeisen, DE &#38; Peter Nettesheim, US / die BMW R1210:45 ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Tagungsprogramm steht – weitere Informationen: <a href="https://www.lepoix.info/tagung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.lepoix.info/tagung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>10:00 Uhr Begrüßung</em></strong><br><em>10:15 Kilian Steiner, DE / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/gesellschaft-fr-design-geschichte-intro" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Gesellschaft für Design-Geschichte: Intro</em></a><br><em>10:30 Hans Keckeisen, DE &amp; Peter Nettesheim, US / die BMW R12</em><br><em>10:45 Nicolai Stickel, DE / L3 und der Automobilindustrie-Wandel</em><br><em>11:00 Diskussion</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>11:15 Pause</em></strong><br><em>11:30 Constantin Kiesling, AT / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/das-design-des-steyr-puch-pinzgauers" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>das Design des Steyr-Puch „Pinzgauers“</em></a><br><em>11:45 Philippe Wanzenböck, AT / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/steyr-plus-serie"><em>Steyr Plus Serie</em></a><br><em>12:00 Hans Baierl, AT / Wiener Linien und der Steyr City-Bus</em><br><em>12:15 Diskussion</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>12:30 Mittagspause</em></strong><br><em>13:30 Ulrich Ewringmann, DE / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/45-jahre-design-und-designer"><em>45 Jahre &#8211; Design und Designer</em></a><br><em>13:45 Johannes Schwörzer, DE / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/l3-design-in-miniature-models"><em>L3 Design in Miniaturmodellen</em></a><br><em>14:00 Walter Pangerl, AT / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/fahrzeugdesign-und-photographie"><em>Fahrzeugdesign und Photographie</em></a><br><em>14:15 Diskussion</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>14:30 Pause</em></strong><br><em>15:00 Thomas Bade, DE / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/lepoix-und-universaldesign"><em>Lepoix und Universaldesign</em></a><br><em>15:15 Leander Mölter, DE / </em><a href="https://www.lepoix.info/konferenzthemen/aerosol-technology-1986" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>die Aerosoltechnologie 1986</em></a><br><em>15:30 Evija Kraukle, LV / L3 aus der Sicht des Baltikums</em><br><em>15:45 Erika Kübler, DE / das LEPOiD: mein Freund der Wind</em><br><em>16:00 Martin Foessleitner, AT /</em> <em>Perspektiven für das L3 Archiv und Zusammenfassung</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tagungsort: <br>24-7.museum<br>c/o hi-pe.at<br>1070 Wien, Lindengasse 56</p>
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		<title>Über die Magie der Radiowellen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 13:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „100 Jahre Rundfunk“ fand vom 2. bis 3. Juni 2023 im TECHNOSEUM in Mannheim statt. Das Programm bot eine Vielzahl von Vorträgen, Diskussionen und Führungen, die einen ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „100 Jahre Rundfunk“ fand vom 2. bis 3. Juni 2023 im TECHNOSEUM in Mannheim statt. Das Programm bot eine Vielzahl von Vorträgen, Diskussionen und Führungen, die einen umfassenden Einblick in die designhistorische Entwicklung des Massenmediums ermöglichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Tagungsbeginn konnten die Teilnehmenden das Depot des TECHNOSEUMS mit den umfangreichen Sammlungen zur Rundfunkgeschichte oder das SWR-Studio Mannheim-Ludwigshafen besichtigen und so einen Eindruck über die technischen Hintergründe erhalten. Die Begrüßung durch den Vorstand der GfDg Prof. Dr. Schwer und Prof. Dr. Kurz eröffnete die Konferenz, dabei wurde auch der neu erschienene Tagungsband „Design für Spiel, Spaß, Spannung – Gestaltung von Artefakten zum spielerischen Handeln“, erschienen im Verlag avedition, präsentiert. Ein Grußwort des Direktors Prof. Dr. Gundelwein verknüpfte die Ziele des Museums und dessen Sammlungen mit dem Tagungsthema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Einführung erläuterte Thilo Schwer die technischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die den regelmäßigen Programmbetrieb durch die Funk-Stunde AG und den Siegeszug des Mediums ermöglichten. Eine Chronologie der Entwicklungen beim Schwarzwälder Hersteller SABA zeichnete im Anschluss daran wichtige Stationen der Rundfunkindustrie Deutschlands nach. Michael Siebenbrodt widmete sich vielfältigen Berührungspunkten zwischen dem Bauhaus und dem neuen Medium. Unterschiedliche Beispiele belegten, wie die technischen und inhaltlichen Möglichkeiten des Rundfunks gestalterisch in Skulpturen, Grafiken, der Malerei und der Fotografie aufgegriffen und umgesetzt wurden. Anhand des Senders Frankfurt analysierte Grit Weber, wie die Rundfunkpioniere Hans Flesch und Ernst Schön zwischen 1924 und 1929 die Potenziale des Hörfunks im Rahmen der Programmgestaltung ausgelotet hatten. Zentral für die Experimentierfreude im Neuen Frankfurt waren Netzwerke prominenter Persönlichkeiten, die sich künstlerisch mit Formaten und Ausdrucksmöglichkeiten auseinandersetzten, gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitschrift Innendekoration hatte Ende der 1920er Jahre in verschiedenen Essays den Einfluss von Rundfunkmöbeln auf die Wohnkultur reflektiert. Andreas Zeising entfaltete aus diesen Texten das damalige Ringen um eine Einordnung der Bedeutung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, Individuation und Masse, Ortsgebundenheit und Entgrenzung. Hartmut Jatzke-Wigand griff im Anschluss daran herausragende Geräte aus den Jahren 1924–2012 heraus. Diese hatten Umschlagphasen markiert, welche durch technische sowie gestalterische Innovationen eingeleitet worden sind und grundlegend neue Entwicklungswege eröffnet hatten. Lutz Hieber und Wolfgang Mathis untersuchten das Programmdesign und die Marketing-Konzepte aus der Frühzeit des Mediums. An ihnen wurde deutlich, dass zunächst ein dauerhaftes Interesse am Rundfunkhören etabliert werden musste, bevor das Radio zum Massenmedium avancieren konnte. Linus Rapp widmete sich am Ende des ersten Tages dem neuen Gebäudetypus ‚Fernsehturm‘. Dieser ist in der Nachkriegszeit als Bildmotiv oder abstrahiertes Zeichen im Städtemarketing eingesetzt worden, um Modernität und einen weltstädtischen Charakter zu vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des zweiten Konferenztages führte die Kuratorin Anke Keller durch die Sonderausstellung „Auf Empfang!“, die in drei Strängen – Technologie, Sendebetrieb, Rezipierende – die Geschichte des Rundfunks mit vielen Exponaten und Schaubildern lebendig werden ließ. In ihrem Vortrag berichtete sie von logistischen und organisatorischen Herausforderungen bei der Übernahme großer Objektbestände. Denn das TECHNOSEUM hatte 2014 die historisch-technischen Bestände des Deutschen Rundfunkarchivs und des Südwestrundfunks mit über 7000 Einzelobjekten übernommen. Wie Technologiesprünge zu disruptiven Momenten in der Designpraxis geworden sind, verdeutlichte Kilian Steiner am Übergang vom Röhren- zum Flachbildschirm. Nach 80 Jahren war das Designteam bei Loewe vor die Aufgabe gestellt worden, eine neue Formensprache für den nun fast flächigen Apparat zu entwickeln. Rudolf Inderst ging den Schritt vom dreidimensionalen Körper zur zweidimensionalen Bildfläche noch weiter, hin zum körperlosen Medium. Das Phänomen Radio und seine erzählerische Bedeutung im Gamedesign zeigte die Remediation auf unterschiedlichen Ebenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorträge, Ausstellungen, Exponate und Diskussionen stellten bei der Fachtagung in Mannheim die Bedeutung des 100-jährigen Massenmediums heraus. Auf den Hörsinn fokussiert, entstehen beim Radiohören in der Fantasie der Rezipierenden Bilder. Wird der Hörgenuss in den Alltag integriert, kann der Konsum geeigneter Programme die Welt in die unmittelbare Umgebung holen. Heute wie damals sind das eindrucksvolle Erlebnisse, die durch gestalterische Mittel mit geformt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fotos: Melanie Kurz und Thilo Schwer</p>
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		<title>Call for Papers: Die Wiederentdeckung des französischen Industriedesigns mit Louis L. Lepoix (1918-1998)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2023 18:29:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">&#8212; For the english version please scroll down &#8212;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Designhistorische Publikationen zum französischem Industriedesign sind rar gesät. Fast wirkt es so, dass es zwischen Raymond F. Loewy und Philippe ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">&#8212; For the english version please scroll down &#8212;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Designhistorische Publikationen zum französischem Industriedesign sind rar gesät. Fast wirkt es so, dass es zwischen Raymond F. Loewy und Philippe Starck kein französisches Industriedesign gab, was natürlich nicht stimmt und spätestens 2016 durch die Publikation von Claire Leymonerie <em>„Le temps des objets. Une histoire du design industriel en France (1945-1980)“</em> widerlegt wurde.<a href="#_ftn1" id="_ftnref1">[1]</a> Dennoch konstatierte auch sie eine bemerkenswerte Zurückhaltung der Designgeschichte gegenüber diesem Thema. Freilich fehlten im Frankreich einflussreiche Schulen wie das Bauhaus in Weimar oder die Hochschule für Gestaltung in Ulm, deren funktionalistischer Ansatz in den intellektuellen Debatten rund um Roland Barthes und Jean Baudrillard in Frankreich kritisch reflektiert wurde. Hinzu kommen das Beharrungsvermögen der dem Interieur zugewandten <em>Arts décoratifs</em> und die kaum ausgebildeten, schwachen Organisationstrukturen des französischen Industriedesigns. Lediglich das französische Mode- und Automobildesign fanden international Beachtung, wie auch ein Blick in den Tagungsband der paneuropäischen Ausstellung <em>Forum Design</em> in Linz (27. Juni bis 5. Oktober 1989) offenbart.<a href="#_ftn2" id="_ftnref2">[2]</a> Dies führte den Designhistoriker Jocelyn de Noblet und Bewunderer der „école allemande“ bereits 1973&nbsp; zu der übertrieben negativen Aussage: „Il n’y a pas de design en France, il n’y que de brillantes individualités isolées [Es gibt kein Design in Frankreich, sondern nur vereinzelte brillante Individualisten].“<a href="#_ftn3" id="_ftnref3">[3]</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer dieser Individualisten war der französische Designer Louis L. Lepoix (1918-1998), den es im Rahmen einer Ausstellung und Tagung in Wien im Dezember 2023 wiederzuentdecken gilt. 1947 gründete der von Raymond Loewy beeinflusste Lepoix wegen mangelnder Aufträge aus der französischen Industrie ein Designstudio in Deutschland, das später unter dem Namen FTI Design (kurz für: Form Technic International) mit Sitz in Baden-Baden (ab 1952) und Filialen in Paris (1956-1983) und Barcelona (1965-1977) bekannt wurde.<a href="#_ftn4" id="_ftnref4">[4]</a> In der Folgezeit wurde er für zahlreiche namhafte (insbesondere deutsche, aber auch französische und österreichische) Industrieunternehmen tätig und gestaltete deren Investitionsgüter (LKW, Baumaschinen, Traktoren usw.) aber auch zahlreiche Alltagsgegenstände wie Automobile, Fernsehgeräte, Feuerzeuge, Gehhilfen, Möbel, Motor- und Fahrräder, Parkuhren, Plattenspieler, Radiogeräte, Schreibmaschinen und Türbeschläge. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen der Bugatti 101 (1952), die Kienzle-Parkuhr (1956), das BIC Einhandfeuerzeug (1971), die klassische Unterarmstütze der Ortopedia-Gehilfe (1977) und der FZR Servierwagen „Side-car“ (1979). Zahlreiche dieser Entwürfe erwiesen sich als ausgesprochen langlebig. Das ursprünglich für Flaminaire entworfene BIC-Feuerzeug wird sogar heute noch produziert. Unter dem Eindruck der Ölkrise wandte sich Lepoix dem ökologischen Design zu. Für die Mobilität im Stadtverkehr entwarf er den Kleinwagen URBANIX (1972) sowie zahlreiche, fantastisch anmutende Windkraft- und Solaranlagen. Ende der 1970er Jahre formte er zusammen mit zahlreichen unabhängigen Partnern in Lyon, Toulouse, Straßburg, München, Antwerpen und Kopenhagen die FTI-design-Gruppe und übernahm mit seiner inhouse-Grafikdesign-Abteilung deren zentrales Marketing. Das Agenturmodell erwies sich jedoch nicht als wirtschaftlich tragbar und so wurde die FTI-design-Gruppe wieder aufgelöst und das Büro in Paris 1983 geschlossen. Fortan konzentrierte sich Louis L. Lepoix auf seine Wirkungsstätte in Baden-Baden. Bis zu seinem Tode 1998 wurden seine Entwürfe mit über 300 internationalen Designpreisen ausgezeichnet und bereits zu Lebzeiten wurde 1984 der FZR Servierwagen „Side-car“ in die Sammlung des Museums of Modern Art aufgenommen. Bezeichnenderweise listet die Datenbank der französischen Designmuseen <em>Les Collections Design</em> dagegen keinen einzigen Entwurf von Louis. L. Lepoix auf und dies obwohl er auch Präsident der 1969 gegründeten <em>Association française des designers</em> und der <em>Chambre syndicale des esthéticiens industriel</em> von 1970 bis 1973 war.<a href="#_ftn5" id="_ftnref5">[5]</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird also Zeit den internationalen Einfluss des französischen Industriedesigns am Beispiel von Louis L. Lepoix wiederzuentdecken. Zum Kundenkreis zählten nicht nur deutsche und französische Unternehmen sondern auch österreichische Unternehmen wie Steyr-Puch und Jenbacher. Gesucht werden Beiträge, die das Werk von Louis L. Lepoix kontextualisieren. Die Referent:innen der Tagung werden in ihrer Recherche durch das Lepoix-Archiv in Baden-Baden fachlich unterstützt und erhalten Zugang zum Archiv (digital &amp; analog). Die Tagung findet am 8. Dezember 2023 in Wien statt. Veranstalter der Tagung ist designaustria &nbsp;(<a href="http://www.designaustria.at/">www.designaustria.at/</a>). Kooperationspartner sind die Gesellschaft für Designgeschichte (<a href="http://www.gfdg.org">www.gfdg.org</a>) und das Lepoix-Archiv (<a href="http://www.lepoix-archiv.com">www.lepoix-archiv.com</a>). Vom 7. Dezember 2023 bis zum 11. Februar 2024 zeigt designaustria die Sonderausstellung „Louis Lucien LEPOIX. Mit dem Citybus zur Windturbine“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um am Call for Papers für die Tagung teilzunehmen, reichen Sie bitte einen Abstract in Deutsch oder Englisch (400 bis 500 Wörter) und eine Vita (max. 200 Wörter) über die Website <a href="https://www.lepoix.info/">www.lepoix.info</a> ein. Hier finden Sie auch viele weitere Informationen rund um Louis L. Lepoix sowie Ausstellung und Konferenz in Wien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einreichungsfrist ist der 31. August 2023.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leitfaden für die Einreichung</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Tagung wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten.</li>



<li>Mit der Einreichung Ihres Abstracts garantieren Sie, dass Sie das Recht haben, den Inhalt zu präsentieren und einzureichen.</li>



<li>Die Präsentation dauert 20 Minuten + 10 Minuten für eine Diskussion.</li>



<li>Jedes Abstract wird von mindestens vier Fachgutachtern geprüft. Die Begutachtung erfolgt auf anonymer Basis.</li>



<li>Die Einreicher erhalten eine Ermäßigung von 50 % auf die Konferenzgebühr.</li>



<li>Der/die Autor(en) des angenommenen Beitrags müssen sich bis zum 15. Oktober 2023 für die Konferenz anmelden.</li>



<li>Der Veranstalter prüft ob eine Übernahme der Reisekosten von Deutschland, Frankreich und Österreich in Höhe einer Bahnfahrt zweiter Klasse und einer Übernachtung in Wien möglich ist.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Call for Papers: Rediscovering French industrial design with Louis L. Lepoix (1918-1998)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Design history publications on French industrial design are few and far between. It almost seems as if there was no French industrial design between Raymond F. Loewy and Philippe Starck, which is not true, of course, and was confirmed at the latest in 2016 by Claire Leymonerie&#8217;s publication “Le temps des objets. Une histoire du design industriel en France (1945-1980)”.&nbsp; Nevertheless, she also noted a remarkable reticence of design history towards this topic. Admittedly, France lacked influential schools such as the Bauhaus in Weimar or the Hochschule für Gestaltung in Ulm, whose functionalist approach was critically reflected in the intellectual debates surrounding Roland Barthes and Jean Baudrillard in France. In addition, there is the persistence of the Arts décoratifs, which were oriented towards interiors, and the barely developed, weak organisational structures of French industrial design. Only French fashion and automobile design attracted international attention, as a glance at the proceedings of the pan-European exhibition Forum Design in Linz (27 June to 5 October 1989) reveals.&nbsp; This led the design historian Jocelyn de Noblet and admirer of the “école allemande” as early as 1973 to the exaggeratedly negative statement: “Il n&#8217;y a pas de design en France, il n&#8217;y que de brillantes individualités isolées [There is no design in France, only isolated brilliant individualists].”</p>



<p class="wp-block-paragraph">One of these individualists was the French designer Louis L. Lepoix (1918-1998), who is to be rediscovered at an exhibition and conference in Vienna in December 2023. In 1947, due to a lack of orders from French industry, Lepoix, who was influenced by Raymond Loewy, founded a design studio in Germany, which later became known as FTI Design (short for: Form Technic International) with its headquarters in Baden-Baden (from 1952) and branches in Paris (1956-1983) and Barcelona (1965-1977).&nbsp; He subsequently worked for numerous well-known industrial companies (especially German, but also French and Austrian) and designed their capital goods (trucks, construction machinery, tractors, etc.) but also numerous everyday objects such as automobiles, television sets, lighters, walking aids, furniture, motorbikes and bicycles, parking meters, record players, radios, typewriters and door fittings. His best-known designs include the Bugatti 101 (1952), the Kienzle parking meter (1956), the BIC one-hand lighter (1971), the classic Ortopedia walker forearm support (1977) and the FZR &#8222;Side-car&#8220; serving trolley (1979). Many of these designs proved to be extremely durable. The BIC lighter originally designed for Flaminaire is even still in production today. Under the impression of the oil crisis, Lepoix turned to ecological design. For urban mobility, he designed the small car URBANIX (1972) as well as numerous, fantastic-looking wind power and solar systems. At the end of the 1970s, together with numerous independent partners in Lyon, Toulouse, Strasbourg, Munich, Antwerp and Copenhagen, he formed the FTI-design group and took over its central marketing with his in-house graphic design department. However, the agency model did not prove to be economically viable and so the FTI-design group was dissolved again and the office in Paris closed in 1983. From then on, Louis L. Lepoix concentrated on his place of work in Baden-Baden. Until his death in 1998, his designs were awarded more than 300 international design prizes and in 1984, during his lifetime, the FZR serving trolley &#8222;Side-car&#8220; was included in the collection of the Museum of Modern Art. Significantly, however, the database of the French design museums Les Collections Design does not list a single design by Louis. L. Lepoix, even though he was president of the Association française des designers, founded in 1969, and of the Chambre syndicale des esthéticiens industriel from 1970 to 1973.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So it is time to rediscover the international influence of French industrial design using the example of Louis L. Lepoix. The clientele included not only German and French companies but also Austrian companies such as Steyr-Puch and Jenbacher. We are looking for contributions that contextualise the work of Louis L. Lepoix. The speakers at the conference will be supported in their research by the Lepoix Archive in Baden-Baden and will have access to the archive (digital and analogue). The conference will take place on 8 December 2023 in Vienna. The organiser of the conference is designaustria (www.designaustria.at). Cooperation partners are the Society for Design History (www.gfdg.org) and the Lepoix Archive (www.lepoix-archiv.com). From 7 December 2023 to 11 February 2024, designaustria will present the special exhibition &#8222;Louis Lucien LEPOIX. With the Citybus to the Wind Turbine&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">To participate in the Call for Papers for the conference, please submit an abstract in German or English (400 to 500 words) and a vita (max. 200 words) via the website <a href="http://www.lepoix.info/">www.lepoix.info</a>. Here you will also find a lot of other information about the Louis L. Lepoix as well as the exhibition and conference in Vienna.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deadline for submission is 31 August 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Submission Guide<br>&#8211; The conference will be held in German and English.<br>&#8211; By submitting your abstract you guarantee that you have the right to present and submit the content.<br>&#8211; The presentation will last 20 minutes + 10 minutes for discussion.<br>&#8211; Each abstract will be reviewed by at least four peer reviewers. The reviewing will be done on an anonymous basis.<br>&#8211; Submitters will receive a 50% discount on the conference fee.<br>&#8211; The author(s) of the accepted paper must register for the conference by 15 October 2023.<br>&#8211; The organiser will check whether it is possible to cover the travel costs from Germany, France and Austria in the amount of a second-class train journey and an overnight stay in Vienna.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref1" id="_ftn1">[1]</a> Leymonerie, Claire: Le temps des objets. Une histoire du design industriel en France (1945-1980), St.-Etienne 2022 (EA 2016).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref2" id="_ftn2">[2]</a> Gsöllpointner, Helmuth, Angela Hareiter und Laurids Ortner (Hrsg.): Design ist unsichtbar, Wien 1981.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref3" id="_ftn3">[3]</a> Zit. nach Leymonerie, S. 9. Interessanterweise blendete de Noblet dabei auch das Wirken und den Einfluss von Raymond Loewy aus, den er als Stylisten ablehnte. Ebd. S. 247-248.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref4" id="_ftn4">[4]</a> Vgl. zum Wirken von Louis L. Lepoix Leymonerie, S. 278 und Louis L. Lepoix und Erika Kübler: 50 Jahre technische Ästhetik /50 ans d&#8217;Esthétique Technique: Louis L. Lepoix Industrie Designer, Lepoix System, Baden-Baden 2003.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="#_ftnref5" id="_ftn5">[5]</a> Es findet sich zwar das BIC Einhandfeuerzeug, jedoch kein Hinweis darauf, dass das von Flaminaire übernommene Design ursprünglich von Lepoix stammt. <a href="https://www.lescollectionsdesign.fr/">https://www.lescollectionsdesign.fr/</a> [18.05.2023]; Lepoix/Kübler, S. 274-275.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wahlen von Vorstand und Beirat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2023 18:58:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei der Sitzung erfolgten nach dem Bericht des Vorstands Wahlen wichtiger Gremien der GfDg. Das Vorstandsmitglied Prof. Dr. Melanie Kurz ließ sich nicht erneut aufstellen. Für ihr Engagement und ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei der Sitzung erfolgten nach dem Bericht des Vorstands Wahlen wichtiger Gremien der GfDg. Das Vorstandsmitglied Prof. Dr. Melanie Kurz ließ sich nicht erneut aufstellen. Für ihr Engagement und ihren wertvollen Beitrag zum Verein möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns, dass Dr. Theres Rohde, Direktorin des Museums für Konkrete Kunst Ingolstadt für den Vorstand kandidierte. Das neue Vorstandsteam mit Prof. Dr. Thilo Schwer (1. Vorsitzender), Dr. Theres Rohde (2. Vorsitzende), Stefanie Then (Schatzmeisterin) und Dr. Kilian Steiner (Schriftführer) wurde in einer Blockwahl für eine Amtsperiode von zwei Jahren gewählt. Wir danken für das Vertrauen und die Möglichkeit, die Zukunft des Vereins und die gemeinsamen Ziele voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls wiedergewählt wurde der Beirat mit Prof. Dr. Annette Geiger, Prof. Dr. Klaus Klemp, Dr. Wolfgang Schepers, Dr. Joseph Straßer und Prof. Dr. Heike Weber. Die fachliche Expertise des Beirats ist für die inhaltliche Vereinsarbeit wichtig und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Amt des Kassenprüfers wurde durch die Wahl von Dr. Wolfgang Schepers ebenfalls von den Mitgliedern bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine produktive Zusammenarbeit, einen inspirierenden wissenschaftlichen Austausch und zukünftige Erfolge freuen sich alle gewählten Mitglieder der Gremien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Michael Siebenbrodt<br>V.l.n.r.: Thilo Schwer, Stefanie Then, Melanie Kurz, Kilian Steiner, Theres Rohde</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neuerscheinung: Design für Spiel, Spaß, Spannung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jun 2023 14:17:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich zur Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte in Mannheim 2023 erschien der Tagungsband GfDg Schriften 6 zu den Wechselwirkungen von Design und Spiel im Verlag avedition, herausgegeben von Melanie ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich zur Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte in Mannheim 2023 erschien der Tagungsband GfDg Schriften 6 zu den Wechselwirkungen von Design und Spiel im Verlag avedition, herausgegeben von Melanie Kurz und Thilo Schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch als Homo ludens ist keineswegs eine Erscheinung der Neuzeit. Geprägt wird der Begriff zwar erst 1938 von Johan Huizinga (01). Der niederländische Kulturhistoriker beschreibt das Spiel aber als Grundelement menschlicher Kultur, als eine Handlungsform, durch die sich kulturelle Systeme seit jeher entwickeln und festigen. Das Spielen gehört zur Natur des Menschen, ist eine Konstante in der Menschheitsgeschichte. Doch wie wir spielen und womit, zeigt viel von unserer jeweiligen Kultur und den temporär vorherrschenden Ideen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Beginn des industriellen Zeitalters erfahren die Entwicklungen auf dem Gebiet des Spielens signifikante Veränderungen und stetige Erweiterungen – kurz: ein neues Emergenzniveau. Die Arbeitsteilung, neue Materialien, großserielle Fertigungsmethoden, moderne Distributionswege und die Nutzung elektrischer Antriebe schaffen bisher ungeahnte Möglichkeiten. Sie gehen weit über eine neuartige Ausgestaltung bekannter Spielzusammenhänge hinaus. Die Erfindungen von Ingenieur/innen ziehen in Form von Modelleisenbahnen, technischen Baukästen oder optischen Unterhaltungsapparaten in die Spielzimmer ein. Neue Werkstoffe der chemischen Industrie, zum Beispiel das in den 1950er Jahren erstmals verwendete ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere), bilden die Grundlage für massenhaft produzierte Spielzeuge von Weltmarken wie Lego oder Playmobil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Computertechnologie verschafft dem Feld des Spielens schließlich bis dahin kaum vorstellbare Erweiterungen – auch im Bereich des Spielerlebens. So erzeugen sowohl die Simulation von Mitspielenden als auch die Berechnung fiktiver Umgebungen mit eigenen physikalischen Gesetzmäßigkeiten neuartige Wahrnehmungserfahrungen und führen zu einem zuvor nicht da gewesenen Grad an Immersion. Das Feld der Videospiele zeigt seit Tennis for Two von William Higginbotham aus dem Jahr 1958 und Stephen Russels Spacewar! von 1961 ein beachtliches Innovationsstreben, verbunden mit großem Marktpotenzial.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unüberschaubarkeit des Gesamtangebots versuchen Strukturierungsvorschläge etwas entgegenzusetzen. Der französische Soziologe Roger Caillois stellt 1958 seine Kategorisierung mit den Grundtypen Wettkampf (agon), Chance/Zufall (alea), Verkleidung (mimikry) und physische Rauscherfahrung (ilnix) vor. Sie dienen als Folie, um zentrale Ausprägungen des Spielgeschehens bewusst zu machen. Die genannten Typen rangieren jeweils zwischen den Polen der Freude (paida) und der Geschicklichkeit beziehungsweise dem Überwinden von Hindernissen (ludus).(02)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Design – verstanden als Konzeption, Form- und Farbgebung, Materialauswahl sowie Bild- und Bewegungsgestaltung – stellt bei der Entwicklung von Spielen und Spielzeugen einen bedeutenden Faktor dar. Man denke etwa an das sogenannte Bauhaus-Schach, die Entwürfe von Renate Müller für den Volkseigenen Betrieb Therapeutisches Spielzeug in Sonneberg, den Sperrholz-Elefanten von Charles und Ray Eames, Nintendos Super Mario oder Barbie. Vor diesem Hintergrund überrascht es, dass sich die Designgeschichte bislang nur punktuell mit dem Spiel, seinen Kontexten und Gegenständen auseinandersetzt. Denn mit Design sind auf dem Spielemarkt vielfach wegweisende Neuerungen gelungen: in der Konzeption, der Reflexion gesellschaftlicher und technischer Zusammenhänge, der Anpassung an unterschiedliche kognitive und körperliche Fähigkeiten, der formalen Beschaffenheit, bezüglich der entworfenen Narrative und des Einsatzes von Technik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 50. Jubiläumsjahr des Rutschautos Bobby Car und der Tennissimulation Pong 2022 thematisierte die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte Spiele und Spielzeuge aus dem 20. Jahrhundert. Die inhaltliche Bandbreite der Vorträge reichte von der Bauhaus-Wurfpuppe über Technikspielzeug bis hin zu Video- und Computerspielen. Vielfältige Artefakte, Spielideen und Rezeptionsansätze wurden hinsichtlich ihrer konzeptionellen und gestalterischen Ausprägungen in den Blick genommen und vor dem Hintergrund historischer Entwicklungslinien beleuchtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge von Jacob Birken, Björn Blankenheim, Gundolf S. Freyermuth, Rudolf Inderst, Frederik Kampe, Caroline Knoch und Markus Böhm, Melanie Kurz, Peter Podrez mit Christin Lumme und Sebastian Pfaller, Pia Scharf, Thilo Schwer, Michael Siebenbrodt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausgeber danken den Kooperationspartnern bayern design, IHK Nürnberg und HBK Essen für die Unterstützung bei der Durchführung der Tagung und der Drucklegung des Tagungsbandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.avedition.de/de/design-fuer-spiel-spass-spannung/978-3-89986-396-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zum Verlag <strong>av</strong>edition</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Quellen:<br>01 Huizinga, Johan: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Reinbek bei Hamburg 2004 [1939].<br>02 Caillois, Roger: Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch. Berlin 2017 [1967], S. 32ff.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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