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	<title>Jahrestagungen &#8211; GfDg</title>
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	<description>Gesellschaft für Designgeschichte e.V.</description>
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		<title>Design für Spiel, Spaß, Spannung – Gestaltung von Artefakten zum spielerischen Handeln</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/design-fuer-spiel-spass-spannung-gestaltung-von-artefakten-zum-spielerischen-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2022 10:55:58 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Im 50. Jubiläumsjahr des Rutschautos „Bobby Car“ und der Tennissimulation „Pong“ von Atari, weltweit erstes populäres Videospiel, thematisiert die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte Spiele und Spielzeuge aus dem ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im 50. Jubiläumsjahr des Rutschautos „Bobby Car“ und der Tennissimulation „Pong“ von Atari, weltweit erstes populäres Videospiel, thematisiert die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte Spiele und Spielzeuge aus dem 20. Jahrhundert – vom Brettspiel über Puppenhäuser oder Systemspielzeug bis hin zu den Konsolenspielen der 1990er Jahre. Tagungsort ist Nürnberg, berühmt für die größte Spielwarenmesse der Welt. Gastgeber sind die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken sowie bayern design, das Kompetenzzentrum für Gestaltung des Freistaates Bayern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der historische Kaufmannszug an der Fassade der IHK mit dem Sinnspruch „Nürnberger Tand geht durch alle Land“ verweist auf die lange Tradition als Spielemetropole, die noch heute lebendig ist. In der Region sind namhafte Spielehersteller beheimatet, Nürnberg ist aber auch mit seinen Designsammlungen im Germanischen Nationalmuseum und Neuen Museum, der Fakultät Design an der Technischen Hochschule Nürnberg sowie dem Sitz von bayern design ein wichtiges Zentrum für Design. Nicht zuletzt verfügen das Deutsche Spielearchiv und das Spielzeugmuseum über für die historische Designforschung äußerst relevante Objektsammlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GfDg-Jahrestagung 2022 ist der Gestaltung von Spielen, Spielformen und Spielzeugen der Industriekultur gewidmet sind. Ein besonderer Fokus liegt zusätzlich auf digitalen Spielen bis ins Jahr 2000.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Text: Thilo Schwer, Melanie Kurz, Kilian Steiner</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2022/09/GfDg2022_Booklet_Design_SpielSpassSpannung_web.pdf" title="Tagungsprogramm" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
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			</item>
		<item>
		<title>Raster, Regeln, Ratio: Systematiken und Normungen im Design des 20 Jahrhunderts</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/raster-regeln-ratio-systematiken-und-normungen-im-design-des-20-jahrhunderts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2022 10:50:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte 2021 widmet sich den historischen Auswirkungen von Rastern, Regeln und Normungen auf den Designprozess und die Artefaktewelt. Ebenso werden die Einflüsse auf die ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte 2021 widmet sich den historischen Auswirkungen von Rastern, Regeln und Normungen auf den Designprozess und die Artefaktewelt. Ebenso werden die Einflüsse auf die Nutzerinnen und Nutzer, gesellschaftliche Zusammenhänge und nachfolgende Entwicklungen thematisiert. Die Veranstaltung befasst sich sowohl mit den Einzelerscheinungen als auch mit ganzen Bewegungen, die aus rationalen Planungsbestrebungen hervorgingen und das daran anschließende Design nachhaltig prägten – sei es durch konsequente Fortführung eines Kanons oder die darauf folgenden Gegenreaktionen in Theorie und Entwurfs-praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gastgebendes Haus und Kooperationspartnerin im Jahr 2021 ist die FH Aachen. Als ausgewiesener Technologiestandort steht das akademische Zentrum der Stadt im Dreiländereck geradezu synonym für Standardisierung und rationales Planen. Doch auch aus kulturhistorischer Perspektive lässt sich Aachen als ein Ausgangspunkt für frühes Standardisierungs- und Vereinheitlichungsgeschehen anführen. So verbreitete sich etwa die karolingische Minuskel unter anderem von Aachen aus über das Einflussgebiet Karls des Großen. Über Zwischenschritte und Umwege wurde aus dieser Schrift schließlich die Grundlage der Kleinbuchstaben, wie sie gegenwärtig in der gesamten westlichen Welt vorherrschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Text: Melanie Kurz, Thilo Schwer</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2022/09/GfDg2022_Booklet_Design_SpielSpassSpannung_web.pdf" title="Tagungsprogramm" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
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			</item>
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		<title>Designentscheidungen und ihre jeweilige Begründung</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2020-call-for-papers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2020 20:57:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Entwurfsprozesse können als Abfolge bewusst oder unbewusst getroffener Entscheidungen betrachtet werden. Unter dieser Perspektive ist die uns umgebende Welt der Artefakte das Resultat von Beschlüssen, die andere, meist uns unbekannte Personen bei der Gestaltung von Produkten, medialen Werken oder Gebäuden irgendwann einmal gefasst haben. Mit Blick auf das Design lässt sich feststellen, dass Entscheidungen oftmals multikausal begründet sind. Neben ästhetischen spielen und spielten vor allem technische, ökonomische, gesellschaftlich-kulturelle, manchmal juristische, zeitweise aber auch verstärkt politische oder ökologische Bedingungen und Beweggründe eine Rolle. Obwohl solche Gesichtspunkte zu Entscheidungen führen, die Designentwürfen ihre jeweilige Ausprägung und Erscheinung verleihen, sind die Entscheidungsgründe am späteren Erzeugnis (insbesondere für Laien) in der Regel wenig ablesbar. Vielfach lässt sich erst durch eine akribische designwissenschaftliche Untersuchung nachvollziehen, nach welchen Kriterien und aufgrund welcher Einflüsse Ideen im Entwicklungsprozess selektiert wurden. Das gilt insbesondere für Entwürfe, deren Entstehungszeitraum weit in der Vergangenheit liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um historische Designleistungen also nicht nur stilistisch-ästhetisch einzuordnen, sondern vor dem Hintergrund ihrer gesamtprozessualen Poiesis begreifen zu können, richtet die Tagung der Gesellschaft für Designgeschichte im Jahr 2020 ihr Augenmerk auf die unterschiedlichen Motive hinter Designentscheidungen (etwa auch in Wettbewerbssituationen). Sie beleuchtet, weshalb bestimmte Artefakte so, wie sie die Öffentlichkeit kennt, und nicht anders geformt, gefärbt beziehungsweise strukturiert wurden. Zudem liegt das Interesse auf Entscheidungen, die beinahe getroffen worden wären, und auf deren rückblickend als möglich anzunehmenden Auswirkungen. Die Geschichten, die uns die Genese eines Artefakts erklären, sind meist mindestens so aufschlussreich wie das daraus hervorgegangene Ergebnis selbst. Sie zu erforschen stellt ein komplexes Unterfangen dar und erfordert ein Methoden-Set so vielschichtig wie die dabei zu stellenden Fragen. Das Anliegen hierbei liegt jedoch nicht nur in historischem Interesse begründet. Dass vor dem Hintergrund des maschinellen Lernens Computer zukünftig immer stärker in die Auswahl von Alternativen eingebunden sein werden, lässt der Kenntnis über Designentscheidungsgründe und -prozesse eine noch größere Bedeutung zukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergebnis der digitalen Veranstaltung ist eine Interviewreihe der Gesellschaft für Designgeschichte e.V., geführt von Melanie Kurz und Thilo Schwer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier im Gespräch mit Max Korinsky über Rosenthals Form 2000 – das aus seiner Sicht interessanteste westdeutsche Geschirr der 1950er-Jahre in Fragen von Gestaltung und wirtschaftlichen Überlegungen.</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/470335269" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Titel „Mode, Masche, Marketing“ diskutiert Leonie Häsler die standardisierten Entwurfs- und Herstellungsprozesse in der Textilindustrie. Ihre Forschungen im Archiv der Handschin &amp; Ronus AG zeigen, dass sich textiles Entwerfen für die Massenproduktion durch Wiederholung und Variation auszeichnet, denn vielfach bauen neue Entwürfe auf alten auf und verändern diese nur minimal.</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/480014634" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Titel &#8222;Designprozesse im VEB&#8220; stellt Johanna Sänger die Rolle des Designs in den volkseigenen Betrieben vor. Dort arbeiteten vor allem in exportorientierten Großbetrieben Formgestalter/innen sowohl an der Produktgestaltung wie auch am Markenauftritt. </p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/487563367" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Harald Hullmann wird im Interview die Frage gestellt, warum dieser Aufbruch im Neuen Deutschen Design entstand. Als Beteiligter und Mitglied der Gruppe Kunstflug beleuchtet er die Hintergründe und differenziert anhand des Funktionsbegriffs zwischen Kunst, Kunstgewerbe und Design. Sein Fazit: „Es war damals verwirrend und es ist noch heute verwirrend.“</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/491754300" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hartmut Jatzke-Wigand referiert über die Konzeption des Fernsehers Brionvega Algol 11“ sowie des Vorgängergerätes. In Gesprächen mit den Designern Marco Zanuso, Richard Sapper und anderen an der Entwicklung Beteiligten wurde für ihn deutlich, wie wichtig das vernetzte Arbeiten mit Konstrukteuren, Formenbauern und Modellbauern für das innovative Gerätekonzept war.</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/498861897" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriterien der „Guten Form“ gelten seit den 1950er Jahren vielen Designerinnen und Designern als wichtige Orientierungspunkte für Designentscheidungen. Teilweise werden sie bis heute zur Beurteilung von Konsumgütern herangezogen. Im Interview diskutiert die Kunsthistorikerin und Glasgestalterin Annelie Kraft den Kriterienkatalog und dessen Anwendbarkeit zur Bewertung von Tafelgläsern.</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/506445475" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Lehrgebiet Designgeschichte und Designtheorie an der HfG Offenbach wurden historische Designprozesse in den Unternehmen Braun, Lamy und der Leica Kamera AG untersucht. Neben semantischen Analysen von Produkten wurden die Arbeitsweisen der Designteams verglichen, die bei Braun beispielsweise inhouse und bei Lamy als externe Partner Produkte entwarfen. Dabei zeigte sich, dass den vorherrschenden Atmosphären in Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen eine wichtige Rolle zukommt.</p>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/514900743" allowfullscreen="" width="640" height="360"></iframe></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprecher des Intro-Texts: Max Korinsky<br>Schnitt: Wladimir Bernaz</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Zeichen des Bauhauses: 1919-2019</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2019 20:57:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Kunstmuseen Krefeld und die Gesellschaft für Designgeschichte veranstalten anlässlich des Bauhaus-Jahres 2019 eine gemeinsame Tagung zum Design in der heutigen Zeit. Entwurf, Produktion und Gebrauch der Gestaltung für ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Kunstmuseen Krefeld und die Gesellschaft für Designgeschichte veranstalten anlässlich des Bauhaus-Jahres 2019 eine gemeinsame Tagung zum Design in der heutigen Zeit. Entwurf, Produktion und Gebrauch der Gestaltung für den Alltag stehen im Vordergrund dieser historisch wie theoretisch ausgerichteten Tagung. Aus heutiger Perspektive kann das Motto von Walter Gropius zur ersten Bauhaus-Ausstellung 1923 im Haus Am Horn in Weimar, „Kunst und Technik – eine neue Einheit“, zum Ausgangspunkt einer Diskussion über die Digitalisierung und ihre ästhetischen, gestalterischen wie sozialen Auswirkungen genommen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung war in drei Themenblöcke gegliedert, mit denen in einem großen Bogen Grundfragen der Weimarer Zeit und die Entwicklungen seit den 1950er Jahren unmittelbar für die aktuellen Diskurse des digitalen Zeitalters fruchtbar gemacht werden sollten. Die Veranstaltung fand am 3. und 4. Mai 2019 im Thorn-Prikker-Saal des Kaiser Wilhelm Museums und an weiteren Orten in Krefeld statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ (Walter Gropius 1923)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Historische Verortung der Thematik in den Debatten der 1920er Jahre</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die propagierte Einheit von Kunst und Technik fand damals am Weimarer Bauhaus nicht nur enthusiastische Anhänger, sondern auch leidenschaftliche Gegner. So schrieb Walter Gropius 1924 im Brevier für Bauhäusler von 1924: „Kunst und Technik eine neue Einheit! Technik braucht nicht Kunst, aber Kunst braucht sehr wohl Technik“. Dagegen äußerte sich Lyonel Feininger in einem Brief vom 1. August 1923 an Julia Feininger: „diese Verkennung der Kunst ist aber ein Symptom unserer Zeit. Und die Forderung nach ihrer Zusammenkoppelung mit der Technik ist in jeder Hinsicht unsinnig.“ Die hier angedeutete Kontroverse betraf auch die Einstellung zur kunsthandwerklichen und industriellen Produktion und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Mit ähnlichen Argumenten und Begründungen reicht die Problematik bis in die heutige Zeit. Die eingereichten Beiträge sollen das historische und/oder theoretische Spektrum dieser Kontroverse durchleuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Wissenschaft, Technik, Gestaltung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von der Bauhaus-Rezeption der 1950er Jahre bis zur High-Tech-Bewegung ab Ende der 1970er Jahre</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Hochschule für Gestaltung Ulm stellte die Verwissenschaftlichung der gestalterischen Ausbildung mit semiotischen, mathematischen und planungstheoretischen Modellen eine nochmalige Verstärkung der technischen und wissenschaftlichen Anteile der Gestaltung dar. Die von Herbert Ohl, dem damaligen Leiter der Hochschule, ausgegebene Devise „Design ist messbar“ versprach eine Objektivierung der Gestaltung und prägte eine an Fortschritt, Technik und Wissenschaft orientierte Mentalität. Gestaltung verstand sich in kultureller und sozialer Hinsicht als Industrie Design innerhalb einer breiten Industriekultur. Eine besondere Form der Technik-Euphorie bildete die High-Tech Bewegung seit dem Ende der 1970er Jahre mit ihrer offen zur Schau gestellten Begeisterung für industrielle Materialien und Produkte. Dieser Aspekt ist bisher viel zu wenig als Bestandteil einer grundsätzlichen Designmentalität gesehen worden, die zwischen Pop und Postmoderne gleichzeitig den Weg für eine intellektuelle Reflexion und antiindustrielle Praxis des Designs bereitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Digitalisierung, Globalisierung und soziale Kompetenz heute</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Themenblock sollen die aktuellen Diskussionen im Fokus stehen. Der globale Austausch von Waren, Dienstleistungen, sozialen Bewegungen und Ideen wäre ohne Digitalisierung und globale Vernetzung nicht möglich. In technischer wie sozialer Hinsicht sind nun völlig neue Entwurfspraxen möglich. Über das Internet werden Entwürfe in Länder mit einer kostengünstigen Produktion versendet, dort angepasst und hergestellt. In wohlhabenden Ländern entstandene Entwürfe setzten sich mit den sozialen Bedingungen und Lebenswelten in Katastrophengebieten auseinander. Zunehmend werden seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts die sozialen Dimensionen der Gestaltung reflektiert. In der Betonung des „Unsichtbaren“ in der Gestaltung (Lucius Burckhardt) und den vordergründig unsichtbaren sozialen Vorgängen, die mit der Benutzung eines Gebrauchsgegenstandes verbunden sind, verschwindet zugleich die materielle Seite des Gegenstandes mit der Gestaltung von Form, Material und Farbe. Dadurch wird der Zusammenhang zwischen digital gesteuerten Programmen und sozialen Prozessen immer bedeutender. Es entsteht die Frage nach dem „Digitalschönen“ (Byung-Chul Han).</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Positionen des Neuen</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 20:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Design ist mit dem jeweils Neuen so selbstverständlich verbunden, dass Ankündigungen, die mit einem neuen Design werben, geradezu tautologisch anmuten. Die Zeit des Designs ist das Neue. In den ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Design ist mit dem jeweils Neuen so selbstverständlich verbunden, dass Ankündigungen, die mit einem neuen Design werben, geradezu tautologisch anmuten. Die Zeit des Designs ist das Neue. In den Anfängen des modernen Designs bot das Neue gegen die alten Zöpfe der Tradition noch ein hoffnungsvolles Versprechen auf die Zukunft mit einem neuen Menschen: die neue Gestaltung des Neo-Plastizismus, eine neue Architektur für eine neue Zeit, neue Materialien, neue Techniken und neue Herstellungsverfahren, die Bildung eines „neuen, bisher nicht vorhandenen Typ von Mitarbeitern für Industrie und Handwerk“ (Gropius 1926). Die neue Profession der Designer wurde mit der Moderne geboren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Neue Sammlung München entstand vor etwas mehr als 90 Jahren als ausdrückliche Erneuerung. Ebenso wie die bereits bestehenden Kunstgewerbemuseen sollte die Neue Sammlung die Geschmacksbildung der Gewerbetreibenden und des Publikums prägen, unterschied sich jedoch durch die bereits im Namen angesprochene Konzentration auf das Neue, auf die Gegenwart, auf “Geschehen, nicht Geschichte” (Hans Wichmann). Im Jahre 1930 zeugten insbesondere zwei Ausstellungen der Neuen Sammlung von dieser Einstellung und fanden ein entsprechend großes überregionales Interesse: „Der billige Gegenstand“ und „Ewige Formen“. So konträr die thematischen Schwerpunkte heute erscheinen mögen, beide Ausstellungen konzentrierten sich auf die damals aktuellen, neuen Positionen der Gestaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seither haben immer wieder erneuerte Positionen des Neuen das Design und seine Geschichte geprägt. So stellte die „Gute Form“ im Deutschland der Fünfziger Jahre das Moralische gegenüber den technisch geprägten Anfängen der Moderne heraus. Damit verlor die frühe technische Moderne im Westen ihre klare Dominanz – die sie als kapitalistische Moderne in der DDR längst verloren hatte. Die Postmoderne startete ihre polemischen Angriffe gegen die sogenannte Zweite Moderne, das Neue Design protestierte gegen die „Gute Form“, Öko- und Retro-Design gegen das Industrial Design. Und mit dem Diktum „Design ist unsichtbar“ verlagerte sich das Design seit den 1980er Jahren teilweise von der Gestaltung des materiellen Gegenstandes in das Feld des Sozialen. In ihrem Manifest „Beyond the New. A Search for Ideals in Design“ verabschieden sich Hella Jongerius und Louise Schouwenburg 2015 gar vom „Hamsterrad“ des Neuen im Design, das die Interessen von Produzenten, Designern und Nutzern unnötig gegeneinander ausspiele anstatt zu versöhnen. (Die Neue Sammlung &#8211; The Design Museum zeigt bis zum 16. September 2018 in der Paternosterhalle die Ausstellung „Hella Jongerius &amp; Louise Schouwenburg – Beyond the New“. Zur Ausstellung erscheint die Publikation Hella Jongerius, Louise Schouwenburg, „Beyond the New. On the Agency of Things“ gestaltet von Irma Boom.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wechselnden Positionen des Neuen werfen zwangsläufig die Frage nach dem Sinn des Neuen auf. Der Standort des Neuen zwischen Gegenwart und Zukunft stellt das Neue vor die Herausforderung, dass es sich von der Gegenwart unterscheiden und Zukünftiges als Konzept erahnen lassen muss, wenn es über die Tagesaktualität hinaus Geltung haben soll. Doch da das Neue zwangsläufig mit Utopie verbunden ist, analysierte Boris Groys 1992 vor dem Hintergrund der Postmoderne, kann in einer utopielosen Zeit nichts Neues (mehr) entstehen: „Kein Thema scheint in unserer postmodern genannten Zeit so unzeitgemäß zu sein wie das Neue“. Odo Marquard diagnostizierte 1989 in „Zukunft braucht Herkunft“, dass durch die moderne Naturwissenschaft und Technik, durch Wirtschaft und Informationsmedien eine Beschleunigung in Gang gesetzt worden sei, der wir „langsame“ Menschen nicht gewachsen seien, weshalb wir auf Herkunft in der Zukunft angewiesen seien, auf das Alte im Neuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Tagungsbeiträgen soll es um diese Grenzstellung des Neuen gehen, um eine jeweils als vergangen diskreditierte Gegenwart, der das Ziel einer neuen Konzeption entgegengesetzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Gegenwartsanalysen und Zukunftsbilder liegen ihnen zugrunde und welche Aspekte des Designs stehen für das Neue ein?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das Neue zwangsläufig an Konsumismus gebunden oder Wachstum auf das Neue angewiesen?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Wirkung soll das Neue entfalten und welche Präsenz hat das Alte im Neuen?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inwiefern hat der technischökonomische Begriff der Innovation die gestalterischen Avantgarden abgelöst?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In welchen Kontexten verortet sich das Neue im heutigen Design?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kann Design das Paradigma des Neuen abschütteln oder ist das Wesen des Designs das Neue?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir laden Sie ein, Ihren Beitrag in Form eines theoretischen Vortrags oder eines</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeitsberichts aus der Praxis einzureichen.&nbsp;</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_1_Tagungsprogramm2018.pdf" title="Tagungsprogramm" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
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			</item>
		<item>
		<title>Designkritik</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 20:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie kaum eine andere kreative Praxis ist das Design mit dem gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Alltag verwoben. Technologischer Wandel, soziale Umwälzungen oder globale Krisen berühren das Design und fordern ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie kaum eine andere kreative Praxis ist das Design mit dem gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Alltag verwoben. Technologischer Wandel, soziale Umwälzungen oder globale Krisen berühren das Design und fordern unaufhörlich Neubestimmungen heraus. So ist das Fach aktuell von Diskussionen brennender Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Verteilungsgerechtigkeit geprägt. Ob Produkt-, Industrie-, Kommunikations- oder Modedesigner, ob Designberater oder Designaktivist, Designer reflektieren ihre Rolle innerhalb von Industrie, Warenkultur und Medien, probieren ihre Aufgabenbereiche und Arbeitsansätze umzumünzen. Big Data, das Internet der Dinge oder Smart Objects sind neue Gestaltungsfelder, die unterdessen komplexe Realitäten schaffen, deren Konsequenzen hinsichtlich Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung dringend konfrontiert und diskutiert werden müssen. Design, so zeigt sich im Licht der digitalen Medien ganz besonders deutlich, kann nicht auf eindimensionale, problemorientierte Verfahren, standardisierte Methodensets oder gar die Gestaltung von Objekten reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „Designkritik“ stellt sich die Frage, in welchem Maße Designjournalismus und -kritik diesen veränderten, erweiterten, manchmal auch widersprüchlichen Designbegriff reflektieren und vermitteln können. Ausgangspunkt der Tagung soll insbesondere die aktuelle Krise der Medien und der dazugehörigen politischen wie kulturellen Institutionen sein. Zudem ist zu fragen, ob der kritische Journalismus insgesamt, eingeklemmt zwischen&nbsp;&nbsp;privatwirtschaftlicher Interessenpolitik und der Heterogenität der New Media (Social Media, Blogs und elektronische Zeitschriften), an Terrain verliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritisches Design entwickelt indessen eigene Handlungsfelder, um Einfluss auf gesellschaftliche, wirtschaftliche oder politische Prozesse zu gewinnen. Welche Art der Designkritik macht innerhalb dieser Konstellationen überhaupt noch Sinn? Muss die Designkritik heute nicht auf neuen theoretischen, strategischen wie methodischen Grundlagen arbeiten? Kann Designkritik innerhalb der aktuellen Medienlandschaft noch eine unabhängige Position beanspruchen oder muss sie parteiisch und spezifisch operieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg) organisiert die Tagung „Designkritik“ in Kooperation mit der HfG Offenbach, die aktuell einen Masterstudiengang zum Thema „Designkritik“ und „Design kuratieren“ diskutiert. Das Spannungsfeld zwischen der erweiterten Designpraxis und der komplexen Medienlandschaft vor dem Hintergrund großer wirtschaftlicher und politischer Umbrüche soll während der Tagung einerseits im Hinblick auf eine neue Praxis der Designkritik, anderseits im Rückblick auf historische Bezüge zwischen Design, Medien und Gesellschaft erörtert werden.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg) und die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach laden Sie herzlich dazu ein, einen Beitrag in Form eines theoretischen Vortrags oder eines Arbeitsberichts aus der Praxis einzureichen. Ihr Beitrag sollte nicht länger als ca. 20. Minuten dauern und einem der folgenden Sektionen bzw. Themenbereiche zugeordnet werden können:</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Methoden und Strategien der Designkritik</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Thema sind Beiträge erwünscht, die historischen und aktuellen oder auch möglichen Praktiken der Designkritik gewidmet sind. Es sollen Methoden der Recherche, der Analyse und Konzeption von Texten, Blogs, Journal-, Bild- und Videobeiträgen vorgestellt und diskutiert werden. Thematisiert werden können beispielsweise Text/Bild-Verhältnisse oder Diskrepanzen zwischen Wirklichkeit und Mediatisierung von Design. Kann Designjournalismus die Eigenlogik des Designs vermitteln? Was sind/waren die theoretischen Grundlagen der Designkritik, was macht/e Professionalität in der Designkritik aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Medien, Autoren und Institutionen</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Themenbereich soll es vor allem um die Rolle des Autors gehen, seine Netzwerke, Autonomie und Wirkungskreise, sowie um die strategische Verortung von Designkritik im Medien-Markt. Wer schreibt/schrieb und welche Interessen sind damit verknüpft? Welche Chancen bieten New Media, welche Wirkung haben Intransparenz und Copyrightfragen? Ist Kennerschaft im Designjournalismus heute noch wirksam?</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Design, Kritik, Gesellschaft</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier stellt sich die Frage nach den Wechselbeziehungen zwischen Designkritik und den veränderten Designpositionen. Braucht Design Vermittler? In welchem Maße war die historische Designkritik gesellschaftlich engagiert, welche Zukunftsentwürfe oder Utopien wurden durch Designkritik formuliert? Hat Designkritik Aushandlungsprozesse zwischen Design und Gesellschaft vorangetrieben? Was wissen wir über das historische und über das aktuelle Publikum von Designkritik?</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Entstehung und Geschichte der Designkritik</p>



<p class="wp-block-paragraph">Design wird als relativ junge Disziplin erst seit dem 19. Jahrhundert von einer kritischen Reflexion begleitet. Es ist u. a. nach den Wechselbeziehungen zwischen einer kritischen Diskussion und den veränderten Designpositionen zu fragen und danach, welche Medien verwendet oder eigens dafür geschaffen werden und wie sich dies auf die designkritische Diskussion auswirkt.</p>



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		<title>Künstliche Materialien</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2016/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2016 20:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Künstlichkeit versus Natürlichkeit? Technik und Design neuer Materialien in Geschichte und Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Philosoph Roland Barthes zeigte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Kunststoff als einem allgegenwärtigen ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Künstlichkeit versus Natürlichkeit? Technik und Design neuer Materialien in Geschichte und Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Philosoph Roland Barthes zeigte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Kunststoff als einem allgegenwärtigen Werkstoff tief beeindruckt. Barthes bemühte gar den Vergleich zur Alchemie und die Idee der unendlichen Transformation von Materie. Plastik sei weniger „Objekt“ als vielmehr eine „Spur von Bewegung“. Gleichzeitig sei dieser besondere Werkstoff befangen in seiner Funktion der Imitation, indem er andere – zumeist „natürliche“ – Materialien zu geringeren Kosten nachahme. Anders als die traditionellen Werkstoffe repräsentiere er nicht, sondern gehe ganz in der Welt des Gebrauchs auf. Der Kunststoff, als Inbegriff des Künstlichen, ziele auf das Gewöhnliche, nicht auf das Seltene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Roland Barthes aufgemachte Wertung von künstlich gleich Imitat oder Ersatz sowie nützlich und gewöhnlich ist letztendlich selbst zu historisieren. Die Technikwissenschaften kennen heute weit über 100.000 verschiedene Werkstoffe. Neben Kunststoff bzw. Polyadditions- und Polymerisation-Stoffen gibt es eine Vielzahl von Werkstoffen, bei denen „natürliche“ Materialen unterschiedlichen Graden der Bearbeitung unterworfen wurden wie etwa Glas, Stahl oder Leder, die im Laufe der zivilisatorischen Entwicklung den menschlichen Gestaltungsspielraum erweiterten. Die Eigenschaften von neuen Werkstoffen sind daher ebenso Ausdruck von Innovation wie von Imitation. Sie eröffneten bei der Herstellung von Produkten neue funktionale und gestalterische Möglichkeiten. Angesichts dieser Vielfalt von Werkstoffen und den unterschiedlichen Verarbeitungsformen sind Zuschreibungen von künstlich versus natürlich letztlich historisch wandelbar und Ausdruck sozio-kultureller Aushandlungsprozesse.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklung, Auswahl und Einsatz neuer Werkstoffe (oder auch die gezielte Rückkehr zu altbewährten, „natürlichen“ Materialien) als Innovations- und Gestaltungsfaktoren stellen für die Technik- wie für die Designgeschichte einen zentralen Gegenstandbereich dar. Auf der gemeinsamen Tagung der Gesellschaft für Technikgeschichte und der Gesellschaft für Designgeschichte soll der Zusammenhang von Technik und Design im Zentrum stehen. Diesem Zusammenhang soll dabei auf unterschiedlichen Ebenen nachgegangen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens ist zu fragen, welche Auswirkungen die Entwicklung und Auswahl von Werkstoffen auf den Gebrauchswert und „Charakter“ von Produkten und auch auf die Arbeit der Konstrukteure und Formgeber hatten. Wie und unter welchen Voraussetzungen gelangten die bestmöglichen Materialeigenschaften in verschiedenen historischen Epochen in die jeweils „richtigen“ Produkte? Oder umgekehrt: Wie mussten Produkte beschaffen sein, um bestimmte Werkstoffe nutzen zu können? Werkstoffe materialisieren Gestaltungsideen und transformieren diese erst in greifbare Produkte. Neben den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen der konstruktiven und gestalterischen Formgebung von Produkten interessiert schließlich auch, mit welchen Methoden Handwerker, Ingenieure und Designer dabei brauchbare Lösungsansätze entwickelten (z.B. Kreativitätsmethoden), und von welchen Vorstellungen und Wertemustern sie sich dabei leiten ließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens soll es bei der Tagung um Fragen zu Materialästhetik und Zeitdiagnostik gehen. In der Designgeschichte scheint das alte, ethisch aufgeladene Thema der „Material-gerechtigkeit“ von einer allgemeinen Gestaltungsdebatte über Funktionen und Formen abgelöst worden zu sein. Kaum jemand redet mehr von einem „Materialstil“ (Günter Bandmann) oder vom Material als „Erzieher“. Hatte sich die Gestaltung künstlicher Materialien anfangs an organischen Oberflächen und Formstrukturen orientiert, erlaubten die Kunststoffe neue Formen und Farben. Die sogenannten organischen Formen der Kunststoffe in den 1930/50er Jahren reduzierten jedoch die anorganischen Stoffe auf ein bestimmtes Erscheinungsbild, das ästhetisch zugleich als Styling kritisch wahrgenommen wurde. „Künstliche Versuchung“ hieß 1999 eine Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn über Nylon, Perlon und Dederon in den 1950er Jahren, Stephen Fenichell verortete Plastik sogar in ein „synthetisches Jahrhundert“ (1996). Wenn anorganische Materialien gestalterische Möglichkeiten eröffnen, die sich bekannten Vorstellungen entziehen, dann zeigen Nähe und Entfernung zu tradierten Gestaltungen besondere materialästhetische Qualitäten und eine symbolische Zeitdiagnostik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens soll schließlich gefragt werden, welchen Einfluss der gestalterische Einsatz von Materialen auf die kulturelle, alltägliche Aneignung von Objekten hat. Neue Materialien sind immer wieder Ausgangspunkt für die Erforschung neuer Gegenstände und Gestaltungsmöglichkeiten. Vom Stahlrohr zum Stahlrohrmöbel, von Sperrholz und Kunststoff zum „organic design“ und von den digitalen Technologien zu unzähligen Anwendungen im Alltag: Computer, Smartphone, E-Book, wearable electronics &#8230; In dieser Transformation von Dingen zu Objekten – zum funktionalen „Zeug“ (Heidegger) – liegt eines der größten Potentiale des Designs. Mit den neuen Objekten verändert sich zugleich der kulturelle Kontext und die alltäglichen Gewohnheiten – wie bei dem durch Handy und Smartphone veränderten Kommunikationsverhalten deutlich geworden ist. In den einzureichenden Beiträgen soll die Gestaltung der neuen Materialien und Objekte im kulturellen Kontext gesehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viertens möchte die Tagung der Frage nachgehen, welche Rationalitäten in politischer, ökonomischer oder ökologischer Hinsicht mit Entwicklung und Verwendung bestimmter Werkstoffe verbunden waren. Damit einher geht schließlich das Interesse für die sozio-kulturellen Bedeutungsebenen der Werkstoffe und der daraus entstehenden Produkte, die in historischer Perspektive untersucht werden sollen. Mode, Zeitgeist, soziale Distinktion, konstruierte ökonomische Knappheiten und politische Entscheidungen bestimmten über individuelle und gesellschaftliche Wertzuschreibungen von Material und Formgebung. Welche Maßstäbe wurden dabei in verschiedenen historischen Epochen angewandt? Wie bestimmten Kostenkalkulationen und verfahrenstechnische Aspekte die Auswahl von Werkstoffen? Wie entwickelten sich Produktgruppen und Produktsparten (Investitionsgüter, Luxusgüter, Gebrauchsgüter) mit dem Einsatz unterschiedlicher Materialien und im Hinblick auf das Wechselspiel von Material und Form? Man denke an Holz, Lehm, Stein und Beton im Bauwesen, Bugholz- und Stahlrohrmöbel in der Möbel-industrie, Kunststoffgehäuse von Elektrogeräten bis hin zu Autos, aber auch an aktuell wieder diskutierte Strategien industrieller Absatzförderung durch geplante Obsoleszenz. Welchen Einfluss hatten etwa ökologische Erwägungen auf Werkstoffwahl und Form-gebung? Angesichts der Gleichzeitigkeit des Zieles, durch Ersatzstoffe Ressourcen zu schonen, und dem Ideal der Naturbelassenheit von Materialien verspricht die Untersuchung des Spannungsverhältnisses der Zuschreibungen künstlich versus natürlich, besonders ertragreich zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Veranstaltung wird gemeinsam von der Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg) und der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) organisiert; es handelt sich gleichzeitig um die Jahrestagungen der beiden Gesellschaften. Die Tagung wird vom 29. April bis zum 1. Mai 2016 im NRW-Forum Düsseldorf stattfinden. In deren Rahmen wird auch das thematisch offene 4. Technikhistorische Forum für Promovierende und Habilitierende stattfinden, welches in einem gesonderten Call for Papers um Beiträge bittet. Das zentrale Anliegen der GTG ist es, die historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Technik zu fördern und damit zugleich die gesellschaftliche Relevanz der Technik-geschichte zu unterstreichen. Die GfDg verfolgt den Zweck, die Geschichte des Designs als geisteswissenschaftliches Fach an Universitäten und Hochschulen zu stärken, in Zusammenarbeit mit Museen an der Darstellung designgeschichtlicher Zusammenhänge mitzuwirken, als eigene Disziplin zu fördern, zu konzentrieren und zu vernetzen und die öffentliche Auseinandersetzung mit Designgeschichte in den Medien zu steigern. Gesucht werden daher sowohl Vortragsvorschläge aus der Forschung als auch aus dem musealen Bereich.</p>



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		<item>
		<title>Design mit Geschichte. Geschichtsbilder in Praxis und Theorie</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2015 20:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „Design mit Geschichte: Geschichtsbilder in Praxis und Theorie“ thematisiert den Umgang mit Geschichte im Design. Sie signalisiert ein erhöhtes Geschichtsbewusstsein in der aktuellen Designpraxis und den Designwissenschaften ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „Design mit Geschichte: Geschichtsbilder in Praxis und Theorie“ thematisiert den Umgang mit Geschichte im Design. Sie signalisiert ein erhöhtes Geschichtsbewusstsein in der aktuellen Designpraxis und den Designwissenschaften und befragt aktuelle wie historische Positionen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihres Geschichtsverständnisses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1980er Jahren schienen die Fronten zwischen Moderne und Postmoderne und deren Verhältnis zur Geschichte noch klar erkennbar zu sein. Damals verteidigte Jürgen Habermas die Weiterarbeit an der Moderne gegen die Zeitströmungen eines konservativen Antimodernismus („Die Moderne – ein unvollendetes Projekt“, 1980). Habermas rechtfertigte die tendenzielle Geschichtslosigkeit der Moderne damit, dass sie „gegen die falsche Normativität eines aus der Nachahmung von Vorbildern geschöpften Geschichtsverständnisses“ gerichtet sei. Das postmoderne Design der 1980er, mit seinen assoziativen Bezügen zur Vergangenheit, formulierte demgegenüber eine dritte Position, die sich den Paradigmen der normativen Geschichte wie der Geschichtslosigkeit verweigerte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute scheint es wiederum eine Rückwendung zur Geschichte zu geben. Die neue Qualität dieses Geschichtsbezuges soll während der Tagung im Vergleich mit früheren Positionen thematisiert werden. Vermutlich beruht der Geschichtsbezug aktueller Gestaltungen und Designtheorien auf einem gewandelten Geschichtsverständnis, das Fortschritt und folgerichtigen Entwicklungen eine Absage erteilt. Das, was jeweils als Vergangenheit gilt, wird neu ausgehandelt. Dabei wird in der Vergangenheit nach unausgeschöpften Potenzialen gesucht. Andererseits werden die Ambivalenzen und negativen Begleiterscheinungen historischer Epochen in Augenschein genommen. Im Design wird zum Beispiel die Moderne wieder aufgerufen, nicht mehr nur als Paradigma (Design-Klassiker, „Weniger ist mehr“) oder Inspirationsquelle für die Praxis, sondern als Motiv einer spekulativen Selbstbestimmung über vielschichtige Vergangenheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers&nbsp;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung „Design mit Geschichte: Geschichtsbilder in Praxis und Theorie“ möchte den Dialog zwischen Designpraxis, Designgeschichte und Designtheorie über das Geschichtsbild im Design fördern. Wir möchten erkunden, wie die Designpraxis das Bild der Designgeschichte geprägt hat und welche Perspektiven sich aktuell im praktischen und theoretischen Umgang mit der Geschichte eröffnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge sollten sich auf eines der folgenden Themen konzentrieren:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Designgeschichte in der Designpraxis</strong>: Auf welche Weise hat Design die Vergangenheiten gestalterischer Praktiken einbezogen? Welche Epochen, Theoreme und Motive tauchten immer wieder auf und wie hat sich ihre Bewertung verändert?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Geschichtsmodelle in den Designwissenschaften:&nbsp;</strong>Was versteht und verstand man im Design unter Vergangenheit und was beeinflusst dieses Verständnis? Wie wirkten bestimmte Zeitumstände auf das Geschichtsinteresse im Design? Was bedeutet Vergangenheit in einer globalisierten Designindustrie?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Reproduktion und Designgeschichte:</strong>&nbsp;Welches Geschichtsverständnis charakterisiert Sammlungen, Ausstellungen, Re-Editionen und die Mediatisierung von Design? Welchem Wandel ist dieser Umgang mit Geschichte unterworfen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Organisation:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jochen Eisenbrand (Vitra Design Museum); Siegfried Gronert, Wolfgang Schepers, Esther Cleven (Gesellschaft für Designgeschichte)</p>



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		<item>
		<title>Social Design: Geschichte, Praxis, Perspektiven</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2014 20:53:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Claudia Banz, Susanne König, Klaus Klemp, Wulf Böer, Jochen Gros, Daniel Kerber, Van Bo Le-Mentzel, Friedrich von Borries, Jesko Fezer, Ludger Heidbrink, Harald Welzer, Katharina Pfützner, ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Claudia Banz, Susanne König, Klaus Klemp, Wulf Böer, Jochen Gros, Daniel Kerber, Van Bo Le-Mentzel, Friedrich von Borries, Jesko Fezer, Ludger Heidbrink, Harald Welzer, Katharina Pfützner, Martina Fineder, Nicolas Beucker, Marjetica Potrč, Marc Rölli, Annette Geiger, Malte Bergmann, Andreas Unteidig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Social Design hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren und erscheint omnipräsent. Aktuell wird Social Design geradezu inflationär als eine Art „greenwashing-Begriff“ für einen Großteil unspezifischer designerischer Aktivitäten und Produktion disqualifiziert. Social Design scheint in diesem Kontext einen kulturellen Mehrwert zu bieten, aus dem sich zugleich ein ökonomischer Gewinn abschöpfen lässt. Diese Praxis verstellt den Blick auf die Tatsache, dass sich Design über seine funktional-ästhetische Wirkungsmacht hinauswachsend in den letzten Jahren weltweit zu einer immer wichtigeren Säule einer nachhaltigen, sozial-politischen Agenda entwickelt. Aber was macht die soziale Dimension im Design aus? Welches Potenzial besitzt Social Design? Hat Social Design eine Geschichte? Können wir von einer Theorie des sozialen Designs sprechen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff des Social Design konzentriert sich auf verschiedene Aspekte, die das Soziale des Designs betreffen. Seine heutige Relevanz erhielt der Begriff zuerst in den 1970er Jahren im Zusammenhang mit der Bürgerbeteiligung in der Architektur sowie in den Diskussionen um die Einbindung der Lebenswelt in die Gestaltung: „Sozio-Design ist also Entwurf und Realisation von Formen der Lebensorganisation für Einzelne und Gruppen von Mitgliedern unser Gesellschaft.” (Bazon Brock,1977). Mittlerweile haben die theoretischen Konzepte zu den sozialen Wechselwirkungen zwischen Gegenständen und Menschen mit den „cultural studies“, der „material culture“ und der ANT (Akteur-Netzwerk-Theorie) eine enorme wissenschaftliche Vertiefung und Ausweitung erfahren. Gleichzeitig sind in der Praxis zunehmend Produzenten und Benutzer aktiv in den Designprozess einbezogen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Historisch betrachtet hat das Soziale der gestalteten Dinge von Beginn an &#8211; seit den Reformbewegungen im 19. Jahrhundert &#8211; die Zielsetzungen des Designs geprägt. Somit lässt sich an den unterschiedlichen Vorstellungen bis heute eine Geschichte des Sozialen im Design rekonstruieren. Dabei wird häufig unterstellt, dass in der Vergangenheit die Klassische Moderne das Soziale den Bedingungen der Produktion sowie einem ästhetischen Dogmatismus unterworfen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Geschichte und Theorie des Sozialen im Design soll die aktuelle gestalterische Praxis des Social Design einen weiteren Schwerpunkt der Tagung bilden (vgl. Kunstforum International, Bd. 207, März-April 2011). Das Spektrum reicht von den Gartenstädten des 19. Jahrhunderts über Victor Papaneks „Design for a real world“ bis zu aktuellen sozialen Designprojekten. Wir möchten in einem Dialog zwischen Wissenschaft und Gestaltung zu einer kritischen Diskussion über die gestalterischen Perspektiven eines sozial orientierten Designs beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tagung Social Design. Geschichte. Praxis. Perspektiven unterzieht den Begriff einer inhaltlichen Revision und fragt nach der aktuellen Relevanz in der gesellschaftlichen Praxis. Die kritische historische und theoretisch fundierte Betrachtung soll dazu beitragen, die Perspektiven für ein sozial orientiertes Design besser einzuschätzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge sollten auf eines der folgenden Themen fokussieren:</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Geschichte des Social Design</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Theorie des Social Design: Social Design als Disziplin</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Praxis des Social Design: Wie sehen die Handlungsfelder aus? Wo befinden sich die Inkubatoren? Welche Rolle spielt die Ausbildung, welche Rolle spielen die Designer, welche Rolle die Institutionen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Perspektiven des Social Design: Welches sind die Wirkungsweisen von Social Design? Welchen Anteil kann Design als Katalysator gesellschaftlicher Transformationsprozesse haben? Welche Bedeutung besitzt Design in der internationalen politischen Agenda?</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. Wie kann Social Design ausgestellt werden? Ausstellungen sozial orientierter Gestaltungen erfordern andere Herangehensweisen als eine Schau der schönen Dinge, die in Vitrinen ihrer Betrachtung harren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Organisation:</strong><br>Claudia Banz (Museum für Kunst und Gewerbe); Siegfried Gronert, Wolfgang Schepers, Petra Eisele (Gesellschaft für Designgeschichte)</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Design sammeln</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 20:52:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Annemarie Jaeggi, Wolfgang Schepers, Renate Flagmeier, Josef Straßer, Jana Scholze, Johanna Sänger, Günter Höhne, Andreas Ludwig, Manfred Sommer, Hartmut Jatzke-Wigand, Timo de Rijk, Gisela Hahne, Lutz ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Annemarie Jaeggi, Wolfgang Schepers, Renate Flagmeier, Josef Straßer, Jana Scholze, Johanna Sänger, Günter Höhne, Andreas Ludwig, Manfred Sommer, Hartmut Jatzke-Wigand, Timo de Rijk, Gisela Hahne, Lutz Dietzold.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit den siebziger Jahren hat das Interesse für Design als Sammlungsgegenstand parallel zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit für die Alltagskultur zugenommen. Es sind zahlreiche neue Designmuseen entstanden, die sich von den alten Kunstgewerbemuseen abgrenzen oder in Fortführung bestehender Sammlungen an die Gegenwart anschließen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist Design allgegenwärtig und ein diffuser Begriff geworden. Er begegnet uns als verkaufsförderndes Argument in der Werbung und auf Produktverpackungen, und er wertet das banale Alltagsding zum sammlungswürdigen Kulturgut und Museumsobjekt auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Perspektive der Designgeschichte soll im Rahmen der Tagung der Frage nachgegangen werden, was man sammelt, wenn man Design sammelt. Wie lässt sich Design als Gegenstandsbereich präzisieren und damit als Sammlungsfeld abgrenzen, z. B. vom Themenbereich der Alltagskultur?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionell konzentrieren sich Designmuseen zumeist auf eine Form- und Stilgeschichte, orientiert an der Idee der Avantgarde, die wiederum auf der Vorstellung von künstlerischen Einzelleistungen aufbaut. Steht das im Widerspruch zum massenhaft produzierten Gegenstand? Welche Geschichtsauffassung steht hinter den jeweiligen Sammlungskonzepten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Design als Sammlungsgegenstand fassbarer zu machen, müssen die Akteure genauer betrachtet werden. Das private Sammeln ist eine mittlerweile allgemein geläufige, mit großer fachlicher Kompetenz ausgestattete Handlungsoption. Die Sammlungstätigkeit öffentlicher Museen dagegen steht unter dem Druck allumfassender Musealisierung bei zunehmend knapper werdenden öffentlichen Ressourcen. Die unterschiedlichen Sammlungskonzepte von Museen basieren auf dem jeweiligen Selbstverständnis und dem definierten öffentlichen Auftrag und seiner Interpretation. Im Kontext der geplanten Tagung sollen öffentliche Sammlungsbereiche im Vergleich zu Privat- und Firmensammlungen in den Blick genommen werden.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Schrift / Macht / Welten. Typografie und Macht</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/jahrestagung-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 20:51:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Andreas Koop, Elisabeth Lilla Hinrichs, Stefan Meier, Ruedi Baur, Pierre Smolarski, Johannes Henseler, Andreas Uebele, Dan Reynolds, Martin Scholz, Johannes Bergerhausen, Akira Kobayashi, Albert-Jan Pool, Esther ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Andreas Koop, Elisabeth Lilla Hinrichs, Stefan Meier, Ruedi Baur, Pierre Smolarski, Johannes Henseler, Andreas Uebele, Dan Reynolds, Martin Scholz, Johannes Bergerhausen, Akira Kobayashi, Albert-Jan Pool, Esther Cleven, Regula Stämpfli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schrift begegnet uns überall. Beim Lesen eines Zeitungsartikels, eines Romans oder eines Straßenschildes konzentrieren wir uns auf den Inhalt, ohne die Buchstaben und Zeichen bewusst wahrzunehmen. Schrift transportiert in erster Linie Inhalte, Buchstaben sind aber auch visuelle Zeichen. So gehen Typografinnen und Typografen selbstverständlich davon aus, dass die Wahl einer Schrift auch den Charakter eines Textes und damit einen Teil seiner Aussage mit gestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick aus der Perspektive der Designgeschichte auf das Phänomen „Typografie und Macht“ soll herausstellen, dass unser Umgang mit und unsere Rezeption von Schriften nicht alleine durch die ästhetischen Vorlieben einzelner Gestalterinnen und Gestalter geprägt ist, sondern auch durch schriftpolitische Diskurse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So sind und waren wegweisende gestalterische Haltungen, eingebunden in gesellschaftliche Entwicklungen und Diskussionen, oftmals politisch motiviert – etwa das unbedingte Bekenntnis der gestalterischen Avantgarde zu Groteskschriften und konsequenter Kleinschreibung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Typografie keinesfalls neutral ist, verdeutlicht vor allem die machtpolitische Instrumentalisierung von Schrift, gerade in Deutschland: Wie ein tiefer Riss zog sich der Streit zwischen Fraktur und Antiqua bis weit ins 20. Jahrhundert, und bekanntlich wurde die Typografie auch von den Nationalsozialisten ideologisch aufgeladen. Heute manifestiert jede Wortmarke, die durch eine bestimmte Schrift ihren ganz eigenen Charakter erhält, das Wechselspiel zwischen Schrift und Macht, indem bestimmte Schriften unweigerlich die dazugehörigen Imaginationswelten evozieren. Aber auch die Kommunikationsguerilla begreift das Spiel mit großen Schrifttraditionen und/oder Logos als subversiven Kommentar zu Macht und Freiheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf Ihre Ideen zu folgenden Fragen- und Themenkomplexen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie politisch ist Schrift?<br>Oder: Wer bestimmt die Schrift?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie spricht der Staat mit seinen Bürgern?<br>oder: Schrift und Gesetz</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welches Corporate für Deutschland?<br>Oder: Schrift und nationale Identität</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kommuniziert die Stadt?<br>oder: wandelnd zwischen intelligenten Fassaden und subversiven Icons</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Botschaften tragen wir auf der Haut?<br>oder: Trends, T-Shirts und Tattoos</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer führt den Diskurs über Typografie?<br>oder: Meinungen und Meinungsmacher</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer erinnert vergessene Sprachen und Schriftsysteme?<br>oder: Schrift und kulturelles Gedächtnis</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem gehört das digitale Wort?<br>oder: Jahrzehnte nach dem propagierten „end of print“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kommuniziert eine globalisierte Welt?<br>oder: Schrift in Zeiten von Unicode</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem gehört die Schrift?<br>oder: Schrift und Urheberrechte</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_1_Tagungsprogramm2012.pdf" title="Tagungsprogramm" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
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			</item>
		<item>
		<title>Transkulturelles Design</title>
		<link>https://gfdg.org/jahrestagungen/683/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 20:50:26 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Angeli Sachs, Renate Flagmeier, Fabian Ludovico, Karianne Fogelberg, Regula Iselin, Shuai Yang, Wolfgang Welsch, Nicole Schadewitz, Roman Wilhelm, Christian Ritter, Minami Eguchi, Thomas Pöpper, Dieter Hassenpflug, ...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit Beiträgen von Angeli Sachs, Renate Flagmeier, Fabian Ludovico, Karianne Fogelberg, Regula Iselin, Shuai Yang, Wolfgang Welsch, Nicole Schadewitz, Roman Wilhelm, Christian Ritter, Minami Eguchi, Thomas Pöpper, Dieter Hassenpflug, Klemens Rossnagel.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Call for Papers</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stichworte:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Problematisierung der tendenziell globalen Kultur des Designs: Transkulturalität versus Globalität und Glokalisierung. Dominanz europäisch-westlicher Designkultur</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begriff und Profession „Design“ als globale oder transkulturelle Devise</p>



<p class="wp-block-paragraph">IKEA und Pizza: zwei Modelle: global vs. transkulturell?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaffee als transkulturelles Phänomen: Espresso und Kaffeeautomat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auto: globales Monopol vs. transkultureller Anpassung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stile und Kulturen</p>



<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_1_Tagungsprogramm2011.pdf" title="Tagungsprogramm" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
    Tagungsprogramm    
</div></a>


<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_2_Abstracts2011.pdf" title="Abstract" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
    Abstract    
</div></a>


<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_3_Nachbericht2011.pdf" title="Nachbericht" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
    Nachbericht    
</div></a>


<a href="https://gfdg.org/wp-content/uploads/2020/03/Button_4_Plakat2011.pdf" title="Plakat" target="_blank"><div class="content_button" style="background-color: ">
    
    Plakat    
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